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Sanct Servatius oder wie das erste Reis in deutscher Zunge geimpft wurde : ein Beitrag zur Kenntnis des religiösen und literarischen Lebens in Deutschland im elften und zwölften Jahrhundert
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157
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Sante Servatien Leben. 157

mit grozer getürfte

begunder got da chünden. 155

die haäiden, die in den fünden

maniger maeine waren gewon,

die fchieden ungerne da von. 5

in wart vil ungemach fein chunft,

doch gab im got die figenunft, 160

daz fich der glaube da erchüchte.

vil manich feie er züchte

dem tivel ouz feinem rächen. 10

genuoger hertze mohte chrachen

von grozer widerbrühte. 165

wider götlicher zühtei20Sp.>> begunden fi fnurren.

ir phnehen unde ir phnurren 15

wart vil unvertragelich.G.9,3f. iedoch wuohs aller tajgelich 170

des ewigen chüniges diet.

der Adam unde Even verriet,

der eilte mit manigen liften fchürn, 20

daz fi ir fchephaere verchürn,

die da waren chomen ze dem gelauben. 175

er fach fich ungerne rauben

maniger feie, die er wolde peinen.

do lie got aber fcheinen

fein güete über fein hantgetat:

der tivel unde aller fein rat, 180

die wurden vafte widerflagen;

diu haaidenfchaft wart getwagen

mit dem taufbrunnen. 30

die abgöter gewunnen

aehtefal von den getauften. 185

den ewigen leip fi chauften

155 Begunde er 158 vngern 160 fignunft 161 geloube 162 fei 163 tivelso durchgängig 164 mocht 167 fnurren H] fnurnen 168 phnurren H] zvrnen 35169 vnvertraeglich 170 tauglich 173 ille 184 abgoter 185 aechtfal

161 Vgl. zu Vers 60 und 1846, 3114, 3538. 163 tivel = teivel, tievel odertiuvtlf