Druckschrift 
Sanct Servatius oder wie das erste Reis in deutscher Zunge geimpft wurde : ein Beitrag zur Kenntnis des religiösen und literarischen Lebens in Deutschland im elften und zwölften Jahrhundert
Entstehung
Seite
155
Einzelbild herunterladen
 

Sante Servatien Leben. 155

manigen helt vil raezen

hete diu wol gezierete ftat:

fwelh reiche da engegene getrat 90

119Sp.b mit urliuge, daz muofe underligen.

ir waren mit grozen underdigen 5

ander bürge cinfhaft.

diu hochvertige haäidenfchaft,

diu lebete nach ir willen: 95

ir übermuot chunde niemen geftillen.

Diu burch, da wir hie von fagen, 10

diu was in ir alten tagen

ir fchöne ein fpiegel ouzgenomen.G.6,6f. auch waren da inne zefamene chomen 100

Hute von manigen zungen.

mit grozen ftaten fi rungen, 15

die da waren die oberoften.

bei den mag man wol choften,

daz diu werlt ift nu guotes erfigen. 105

in was des niht verzigen,

des diu werlt ie gebar. 20

G. 6,12 f. daz mer truoc alle tage dar

daz guot ouz frömeden landen;

an ir habe fi dar fanden 110

fwaz man ie gezierde vant.

auch chom dar über lant 25

manic herlicher laft.

armüete was in galt;

fie heten, fwaz fi wolden haben: 115

geftseine, golt unde faben,

phelle aller flahte, 30

die iemen vinden mähte

in der werlde weite.

die lieben margareite 120

mohte man da fchauwen,

88 vil vraezen 89 geziret 91 urlouc H; mvs 95 lebte 100 zefamne 35103 obriften 105 guotes erfigen H] gotes befigen 109 frömden 110 an bis fi H]ander thalben 114 armuot; in H] ir 118 die Hj vnt 119 werlt 120 margarite