Sante Servatien Leben. 153
unde mit gote ewichliche fint,G. 4,8 f. als Seruatius fein erweltez chint.
des leben woltich twingen,
möhtichz immer bringen 40
zuo der tiufchen zungen. 5
darzuo hat mich betwungen
fein haeilichaeit unzalhaft.
nu ift ez über mein fündasres chraft,
mir enwelle mein hertze erglüegen, 45
G. 5,5f. der der efelinne ir lüegen 10
in rehte fprache cherte
unde die weiffagen lerte,
waz nach in chünftic waere,
unde arme vifchaere 50
daz ewige haeil hiez chünden. 15
niemen fol fich an mir fünden,119Sp.<> der meine unchunft bedachte,
wan ich daz niht gereden maehte
ouz meinem dürren finne. 55
nu vernemet ez in der minne, 20
als mir fein got verhenge.
ditz ift daz anegenge:G. 5.9f. Rex Chrifte, factor omnium,
ze trofte du mir chüm 60
37 got ewichlich 43 vnzalhalft 45 mein] denne mein; erglvn 46 eflinne irlven 53 mein 55 meinen 56 vernemt 60 chum
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50 Vgl. Matth. 4,18; Marc. 1,16. 54 Von mac kommen im Reim folgendeFormen vor: mügen (3. PI. Ind.) 1976; müge (1. Sing. Konj.) 220; mähte (Ind.) 118.680, 864; mohte (Ind.) 2820, 3386; mohten (Ind.) 500; maehte (Konj.) 54, 210, 898,1140. 60 Ich setze diese Form wegen dem modernen i khim mit ü an, halte also 30omnium : chüm für eine (leichte) Assonanz, chüme reimt 3316 auf frume. Mit frumhaben sich die Grammatiken gar nidit beschäftigt; aber ahd. fruma ist eine Form,die den Gesetzen der germanischen Grammatik widerspricht. Das u im Wort läßtsidi bloß erklären, wenn es neben fr-Stämmen auch i- und u-Stämme von der Wurzelfrem-/from- gab {vgl. übrigens Hei. 1018 Cott. te frumi). MOglidierweise ist also 3316 35früme zu lesen. Der Reim gefrümet: kümet (3. Pers. Sing. Präs.) findet sich 1126,1524, 2586. Das Gesetz, wie es audi im heutigen Oberbayerischen bewahrt ist, liegtoffen vor: gemeinmhd. kwi- > kü-, gemeinmhd. kwe- > ko-, vgl. chomen : genomen100, 368, 754, 1294, 1472, 2200, 2244, 3042, : vernomen 1014, 1980 (vor m früh zu ugesenkt); cholten : wolten 1768; chorder: vorder 630; siehe zu Vers 161, 1362, 1920- 40