152 Sante Servatien Leben.
fumeliche cherten ir fin,
daz fi wseren fturmgeite. 25
ftete unt bürge weite
genuoge durch lop oufrihten.5 eteliche begunden tihten
von miffelicher gefchihte
ouf dehaeine der zuoverfihte, 30
diu den ewigen leip braehte,
wan daz man ir gedaehteio mit dem zergaenchlichen lobe.
G. 4,6f. von diu unbilde niemen, obe
wir von den gereden chunden, 35
diu die werlt habent überwunden
24 Svmlich 25 waren 26 ftaete 27 vf 28 Etlich 29 miflicher gefchicht15 30 die zv verficht 33 zergaänchlichem 34 niem 36 Diu] Die
29 gefchichte: der zuoverfichte. Die Änderung ist metrisdi notwendig. Der Ver-fasser verwendet im Gen. und Dat. Sing, der i-Deklination des Feminins die kurzenund die langen Formen. Die Versmelodie wird so erst auch richtig. 33 Der starkeDativ nach dem (difem) findet sich noch 375, 702, 826, 890, 1108, 1137,1274,1336,
20 1393, 1616, 1653, 1698, 2053, 2115, 2263, 2282, 2930, 3228, vgl. auch noch 677, 2808,aber er entpuppt sich als eine Marotte des Schreibers der Wiener Handschrift, dennauch in den übrigen darin enthaltenen Gedichten, die zum Teil in einem ganz anderenSprachgebiet als der Servatius geschrieben sind, findet er sich, und ist daher zuUnrecht von den Herausgebern im Texte beibehalten worden. Kindheit Jesu (hg.
25 Hahn) 67, 9; 71,33; 71, 45; 73, 35; 74,11; 79,14; 83, 68; 89, 40; (91, 20). Urstende(hg. Hahn) 103,61; 109,4; 112,52; 124,58. Im Jüdel kein Beleg. Katherinen Marter(hg. Lambel, Germ. 8,129f.) 135, 388, 764, 1095, 1290, 1309, 1317, 1383, 1504, 2201,2754, 3067, 3222. Erinnerung (hg. Heinzel) 15, 185, 450, 769, 797, 799, 940, 944, 998.Anegenge (hg. Hahn) 4,69; 10,67; 13,65; 14,79; 17, 81; 18,13; 19,63; 20,10; 27,42;
30 30,20; 30,62; 31,33; 32,44; 36,64; 38,24; 38,55; 38,60; 38,83; 39,40; 39,50. Tnug-dalus (hg. Hahn) 45,37 (vgl. 42,86; 66,1). Warnung (hg. Haupt, ZfdA. 1,438f.) 350,1343. Priesterleben (hg. Heinzel) 323, 356, 480, 620, 719. 35 Ob die Konjunktiveauf -unde -unge -unne in der Ma. des Dichters umgelautet waren oder nicht, läßtsich nicht recht feststellen. Nach 36, 610, 3286 (nd.); 756, 1048, 2772 (ng.); 2232 (nn.)
35 scheint der Umlaut zu fehlen. 238 reimt aber Urkunde (sonst mit fünde 1540, 2176,3536 gebunden, vgl. audi ünde : fünde 706) auf fünde. Der Umlaut des u nach ndist für die Gegend, in der das Gedicht entstand, durdi die Namen Indersdorf <Undiestorf, Inning < Undeoingas (vgl. auch Inningen < Uningen bei Augsburg) er-wiesen. Man ist also vor die Alternative gestellt, in Vers 238 eine Assonanz zu
40 erblicken oder die übrigen zitierten Bindungen als unrein zu betrachten. Da man hierzu einer objektiven Wahrheit nicht durchdringen kann, mache ich es wie die mittelalter-lichen Schreiber und bezeichne den Umlaut nicht, wo der Konjunktiv auf eine umlauts-lose Form reimt und setze ihn, wo er mit einer sicher umgelauteten gebunden wird.