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Sanct Servatius oder wie das erste Reis in deutscher Zunge geimpft wurde : ein Beitrag zur Kenntnis des religiösen und literarischen Lebens in Deutschland im elften und zwölften Jahrhundert
Entstehung
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U8Sp.<> O Adonaei,

herre, mache mein herce vrei

von aller übermüete

unde von unchiufcher glüete

unde gib mir die chunft dar zuo, 5 5

daz ich diu wunder ouftuo

von fante Servatio,

der in feiner iugende vro

dir begunde gehorfamen.G.3,5f. die hie vor in grozen namen 10 10

diu reiche heten befezzen,

der ift nu gar vergezzen:

mit dem leibe wart ir gehügede begraben.

lützel oder niht wir habenU8Sp.t> von den grozen haeiligen, 15 15

die manige marter überftigen,

wan fo vil fo fein diu fchrift behielt:

der tot ez allez hine vielt.G. 3,12f. Die hseiden wasife waren:

die chunden niht gewaren 20 20

des ce gotes eren züge.

fi vlizzen fich, daz ir gehüge

immer waare nach in.

Überschrift: Daz buch heizzet fände Seruacen leben (rot) lj2 Herre Adonaimache min herze vri H, metrisch falsdi, Adonay 2 vri 3 allem vbermvte 4 vn- 25chivfer gtfte 11 Die 13 gehvgde 15 dem 17 behiel

15 Der Reim haeiligen : verzigen beweist, daß auf -igen in haeiligen ein Nebentonlag (vgl. noch die Bindungen 256, 1080, 1494, 1500, 1714, 3124, 3406). Es sinddie Vorläufer der Formen auf -ing, wie sie das heutige Oberbayerische aufweist.19 waeife schreibt die Handsdirift, d. h. orphanus, pupillus. Haupts Konjektur wife 30gibt keinen Sinn; waeife waren die Heiden in bezug auf das in Vers20f. Gesagte.Audi da ist Haupts Konjektur gebären sinnlos, die handschriftliche La. das einzigrichtige.