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Sanct Servatius oder wie das erste Reis in deutscher Zunge geimpft wurde : ein Beitrag zur Kenntnis des religiösen und literarischen Lebens in Deutschland im elften und zwölften Jahrhundert
Entstehung
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LXXXVIII
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LXXXVIII Einleitung. Drittes Kapitel

dorf lag". Es sind im ganzen zehn Pergamentstreifen XIII./XIV. s.Die Verse sind noch nicht abgesetzt. Publiziert von H. LegbandZfdA. 46 (1902), 305 f. und danach von mir benutzt.

n. Bruchstücke des Germanischen Museums in Nürnberg Nr. 29,

a 774. Perg. XII./XIII. s. Zwei schmale Streifen,auf den beiden Holz-deckeln des Einbandes eines für die Bibliothek des germanischenMuseums erworbenen alten Druckes: Ein köstlich gaistlich Spiegelder armen sündigen sele || Gedruckt von Cunrad Dinkmut zu UlmAnno MCCCCLXXXIIIj [s. G. W. Panzers Annalen der älteren deut-

io sehen Litteratur, Nürnberg 1788 I 146 Nr. 196] aufgeklebt." Ver-öffentlicht von K. Frommann Germania 18 (1873), 458 f., von mir neuverglichen.

Über das Handschriftenverhältnis ist nicht viel zu sagen. W mußdie Grundlage bilden; m steht ihm näher als n. Über n ist das

15 Nötige unten 170, 17 f. gesagt. Die Handschrift, aus der Wm flössen,war schon verderbt. In dem Urkodex waren die Verse, wie gewöhn-lich im zwölften Jahrhundert (s. Edw. Schröder, Nachrichten von derkgl. Gesellschaft der Wissensch. zu Göttingen Phil.-hist. Kl. 1909Heft I S. 88 f.), wohl nicht abgesetzt. Die einzelnen Abschnitte, bei

20 den Wundern besonders, waren jedoch mit Initialen hervorgehoben.Wahrscheinlich enthielt der Urkodex mehr Initialen als W Abschnitte auf-weist. Ich habe solche Fälle sie beschränken sich auf die Mirakeldurch Gedankenstrich vermutlich angedeutet.

Die erste Rubrik unter dem Text bringt die Lesarten. Die Siglen

25 W und m sind bloß da gebraucht, wo beide Handschriften zusammen-treffen, sonst bedeutet die ohne Sigle bezeichnete Lesart stets dievon W. Nicht berücksichtigt sind im Apparat die Formen von vnd(e),sant(e) und siv, sei. Da, wo es mir nötig schien, habe ich an-gegeben, daß die betreffende Stelle von (M) H(aupt) gebessert worden

30 sei. Besondere Sorgfalt habe ich darauf verwendet, daß der Leseraus dem Apparat genau ersehen kann, wo ich ein synkopiertes oderapokopiertes e der Handschrift ergänzt habe.

Die zweite Rubrik bringt kommentierende Anmerkungen. Sie giltwesentlich den Stellen, die eine direkte Benutzung Veldeckes erweisen.

35 Auf die Buchung stilistischer Anklänge an Veldecke habe ich absicht-lich verzichtet, um nicht Dinge anzuführen, die durch die gleicheQuelle bedingt zufällig übereinstimmen. Denn mir schien zunächst,