Überlieferungsgeschichtliches und Technisches zu den Texten LXXXIII
T. Cod. Cat. mss. 1151, Num. loc. 454 der Trierer Stadtbibliothek,Perg., XIII. s. (nach 1260) Fol. 52 b f. aus St. Maximin stammend,vgl. Krusch, NA. 18 (1893), 622 f. Von Kap. 21 ab sind folgende Kapitelin folgender Reihe in T überliefert: 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27,28, 29, 33, 37, 54, 55, 56, 49, 34, 35, 36, 59, 60, 61, 62, 63, 64. Alles, 5was zwischen den Kapp. 21 und 64 in den Gesta steht und hier nichterwähnt ist, fehlt in T, ebenso alles, was auf Kap. 64 folgt. DieHandschrift stimmt also mit dem von mir nicht eingesehenen Cod.Hagensis J. 3 vollständig überein. Vgl. Anal. Boll. VI 166 f.
a. Clm. 23422, Perg., XIV./XV. s. Fol. 55 a bis 66a mit den Worten wianuam cell posse claudere, quos derelinquis (vgl. G. 56, 7 f.) ab-brechend. Die Handschrift wurde in Aschaffenburg gefunden, vgl.Kat. Codd. manuscr. Bibliothecae regiae Monacensis IV 4, 68; Wilh.Meyer ZfdA. 27, 151 Anm. Für gewöhnlich habe ich Lesarten dieserjungen Handschrift nicht verzeichnet. Ich habe sie nur zur Kontrolle uvon T benutzt.
d. Clm. 5677 aus Dießen. XV. s. Bl. 150. Kurzes in einem Brevierstehendes Fragment zur Feier der Translatio St. Servatii (7. Juni)G. 85, 1 Actum bis 86, 3 exercituum umfassend, nach Ausweis derLesarten hierher gehörig. w
Die gesamte hier aufgezählte Handschriftenmasse zerfällt, ab-gesehen von T, a und d, die als Bearbeitung der Gesta vorläufigbeiseite gelassen werden sollen, in zwei Gruppen, eine bayerische,aus den Codices JSW bestehende und eine niederländische, die Hand-schriften ABCDGHRbt umfassende, und zwar ist die dem Entstehungs- ssort der Gesta ferngelegene bayerische Gruppe auffallenderweise diebessere. Beide Gruppen gehen auf einen schon verderbten Arche-typus zurück, der bereits den fehlerhaften Textanfang und sonstigekleinere Verderbnisse aufwies, z. B. die Lücke 61, 13.
Innerhalb der niederländischen Klasse ist die Bearbeitung bt 30auszuscheiden. Sie bildet ein Degenerationsglied in der Überliefe-rung, das sich nur schwer einreihen läßt und von dem es nichtunwahrscheinlich ist, daß es neben einer Handschrift der nieder-ländischen Gruppe noch eine JSW nahestehende benutzt hat; beider durchgreifenden Überarbeitung ist das aber nicht mehr recht 35feststellbar. Für die Kritik kommt bt nur einmal G. 10, 16 in Be-tracht.
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