LXXXII Einleitung. Drittes Kapitel
unter Kloster Schäftlarn Fase. Nr. 2 aufbewahrt wird. Statt des offen-bar beabsichtigten Goldgrundes ist ein schmutziges Okkergelb für dieInitialen beider Kodizes verwandt worden, eine Farbe, die nur auseinem Farbentopf stammen kann. Die Schrift von S ist eine andere5 als die des Breviers. Es ist also nur bewiesen, daß S zur Zeit derAusmalung der Initialen in Schäftlarn war. Das Brevier stammt ausder ersten Hälfte des XIII. s. Die Servatiusvita war ursprünglich einBuch für sich und ist erst später mit den übrigen Teilen des Clm.17140 zusammengebunden worden. Vgl. Kat. Codd. manuscr. Biblio-
io thecae regiae Monacensis IV 3, 82; Wilh. Meyer ZfdA. 27, 150.
W. Cod. Maihingenensis I 2 (Lat.) 4°. 16. Perg. XII./XIII. s., fol.219b bis 261b. Reicht so weit wie J und S. Über die Herkunftkonnte nichts Sicheres ermittelt werden. Auf Anfrage bei der Mai-hinger Bibliotheksverwaltung wurde mitgeteilt, daß W wahrscheinlich
15 aus Tegernsee stamme. Tegernseer Handschriften sind tatsächlichnach Maihingen gekommen, s. F. Seiler, Ruodlieb S. 161 f. DerKodex steht in nahen Beziehungen zum Clm. 4554, einer ausdem Kloster Kochel stammenden Handschrift. Über den sonstigenInhalt von W wird an anderer Stelle berichtet werden. Vgl.
20 G. Grupp, Handschriften-Verzeichnis der Öttingen-WallersteinischenSammlungen in Maihingen I 11 Nr. 299. W. Wattenbach NA. 7 (1882),173 Nr. 6. O. Greifeid, Servatius S. 21 Anm. 55.
b. Cod. Brux. Nr. 2493—98, Perg., XV s., fol. 162a bis 185a,kl. 8". Kürzender und willkürlich ändernder Text. Der Prolog fehlt.
25 Bis Kap. 22 inklusive die Gesamtmasse des Textes der G erhalten,dann nur noch die Kapp. 24, 54, 55 und 64; alles übrige fehlt.Fol. 3 b und 197b Liber iste peränet bethleem monasterio propelovanium. Vgl. J. van den Gheyn 5, 109 f.
t. Cod. Brux. Nr. II 3028, Pap., XV s., Fol. 14a bis 27b, kl. 8°,
so der Handschrift b in Art und Umfang vollkommen gleich. Fol. la:Liber monasteril Regularium Tungris. Hatte librum scripsit JohannesReys, quondatn prior huius dotnus. Fol. 1 b Liber monasterii regu-larium in Tungris. Vgl. J. van den Gheyn 5, 307 f. t ist Abschriftvon b.
35 Hierzu kommen noch folgende Handschriften einer späteren Be-arbeitung der Gesta, welche Heinrich von Veldecke als Hauptquellediente und der Hauptsache nach den Text der Gesta unverändert bietet.