Überlieferungsgeschichtliches und Technisches zu den Texten LXXXI
H. Cod. Hagensis Nr. 70 E 21, Pap., XV. s., fol. 13a Sp. b bis20 b Sp. b. Fol. la steht: über soromm sancte Katar ine müden.Text, kürzend bearbeitet, beginnt erst G. 10, 12. Die Handschrift istmiserabel geschrieben, für die Textkritik wertlos und bloß für dieÜberlieferungsgeschichte von einigem Interesse. Ihr fehlen die Kap. 30, »32 bis 53, 58 bis 63 und 65 bis 67 vollständig.
I. Clm. 7769, Perg., XII. s., fol. la bis 56a kl. 8°. Schon imältesten Indersdorfer Bibliothekskatalog aus dem XIV. s., im Clm. 7426Bl. 7a als Indersdorfer Bibliotheksexemplar erwähnt: Item vita Sematiiepiscopi et sie Incipit Illustrissimi viri. Reicht bis G. 130, 11. Nach 10abibat daselbst ist Explicit Vita Sancti Sematii ausradiert, eine Stelle,die ich zur Zeit des Druckes noch nicht lesen konnte und die des-halb in den Varianten fehlt. Die Handschrift besteht aus sieben Lagenzu acht Blättern, die von moderner Hand foliiert sind. Dabei ist dieZahl 44 übersprungen worden. Tafel I dieses Buches gibt Bl. la I5der Handschrift verkleinert wieder. Ich mache auf das am oberenRande und an derselben Stelle in der Handschrift S wiederkehrendeMonogramm aufmerksam, das ich nicht zu deuten vermag. Meinerursprünglichen Deutung Sancti Heimeramni ist mündlich und brief-lich zweifelnd widersprochen worden, und auch ich halte sie nicht 20mehr für richtig. Eine andere, die mir vorgeschlagen wurde, SanctiEleutheriimW mir auch nicht recht einleuchten. Das wahrscheinlichste ist,daß das Monogramm eines niederländischen Klosters vorliegt. E. Stein-meyer meint, es heiße Sancte Marie Virginis. Das würde zu Inders-dorf passen. Aber ich kenne keine Indersdorfer Handschrift, in der 25das Monogramm sonst vorkäme. Die Blattzahlen von J sind demText in Klammern beigefügt.
R. Cod. Reimensis ^ manuscr. nr. 1410, Perg., XIII. s., fol. 183a
Sp. a bis 207b Sp. b. Vgl. B. Krusch NA. 18 (1893), 604 f. Voll-ständig. Aus R stammt die von mir gegebene Kapiteleinteilung. so
S. Clm. 17140, Perg., XII./XIII. s., fol. la bis 32a. Reicht soweitwie J und hat auch auf Bl. la dasselbe Monogramm. Stammt ausSchäftlam und war dort schon sicher um die Mitte des XIII. s. DieInitialen von Illustrissimi (fol. 1 a) und Troiugenarum (fol. 1 b) stimmenin ihrer Technik vollkommen überein mit denen des Schäftlarer Prä- 85monstratenserbreviers, welches im kgl. bayer. allgemeinen Reichsarchiv
Wilhelm, S. Servatius VI