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5 (1927) Erde, Gewächs und Weltall
Entstehung
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durch die dabei herrschende Ruhe noch angenehmere, nämlich die, altes Reisigzu sammeln und Bündel zum Verbrennen zusammenzubinden, das starrende Ge-strüpp auszurotten und das zur Sonnenhitze passende ihr anzupassen, die Dornenauszureißen undwas aus der Hurerei gepflanzt ist" zu vernichten, da es dieZweige der heranwachsenden Bäume hemmt oder ihre Wurzeln untergräbt, da-mit nicht die starre Eiche daran verhindert werde, mit erhabenem Scheiteldie Gestirne zu begrüßen, die weiche Linde daran, ihre Arme auszubreiten, dieleicht zu spaltende biegsame Esche daran, sich frei in die Höhe zu erheben, unddie weitschattende Buche, sich in die Breite zu dehnen." In ihrem hinterenTeil läuft die Abtei in eine größtenteils von einer Mauer umschlossene Ebeneaus.In diesem Gehege bilden viele Bäume allerlei Art, reich an verschiedenenFrüchten, einen Obstgarten wie ein Hain, der, in der Nähe der Krankenzellegelegen, den Brüdern in ihrer Schwachheit nicht geringen Trost gewährt, da erden Spaziergängern einen geräumigen Wandelraum und auch den Fieberndeneine süße Ruhestatt gewährt. Es sitzt der Kranke auf .grünem Rasen', undwenn das unmilde Gestirn des unbarmherzigen Hundssterns die Länder aus-kocht und die Flüsse austrocknet, so mildert er die glühenden Sterne zu Sicher-heit, Verborgenheit und Schatten gegen die Tagesglut ,unter dem Laub derBäume', und zum Trost in seinem Schmerz duften seiner Nase die Kräuter-arten entgegen. Das liebliche Grün der Kräuter und Blumen ist seine Augen-weide und all die Wonne, die vor ihm hängt und wächst, so daß er nicht mitUnrecht sagen kann: ich sitze unter dem Schatten, des ich begehre, und seineFrucht ist meiner Seele süß. Die Ohren liebkost mit süßen Weisen der buntenVögel Gesang, und zur Heilung einer einzigen Krankheit .besorgt vielerleiTrost' die göttliche Liebe, da die Luft in reinem Glanz leuchtet, die Erde vonFruchtbarkeit duftet, und er selber mit Augen, Ohren und Nase die Wonne derFarben, Lieder und Gerüche einschlürft.

Wo der Obstgarten aufhört, beginnt der eigentliche Garten, durch Einschnittein Beete geteilt oder vielmehr durch dazwischenströmende Bächlein geschieden.Denn wenn auch das Wasser zu schlummern scheint, so schleicht es doch trägenLaufs dahin. Auch er gewährt den kranken Brüdern ein schönes Schauspiel,wenn sie am grünen Saum der reinen Wassertiefe sitzen, unter der glashellenWelle die Fische spielen zu sehen, wie sie, aufeinander losschwimmend, einkriegerisches Zusammentreffen darzustellen scheinen. Das Wasser liefert dieAlba, der berühmte Fluß mit nimmermüdem Laufe. Durch ein künstlichesBett schickt er die Hälfte seines Wassers in die Abtei, wie um die Brüder zugrüßen und sich zu entschuldigen, daß er nicht ganz gekommen ist, da er fand,daß der Kanal ihn nicht ganz fassen konnte.

Aber da wir ihn wieder an seine Stelle zurückgebracht haben, wollen wir wiederzu den Bächlein zurückkehren, die wir verlassen haben. Aus dem Fluß abge-leitet, durchziehen sie friedlichen Laufs die Wiesen, um die Erde zu berauschen,zu befeuchten und keimen zu lassen, damit, wenn in der Frühlingswärme dieschwangere Erde ihren Schoß zur Geburt auftut, die entstehenden Gräser ausMangel an Feuchtigkeit nicht verwelken, damit sie es nicht nötig haben, durcherbettelte Tropfen der Wolken bewässert zu werden, zur Genüge durch des be-nachbarten Flusses .Wohltätigkeit gehegt'. Diese Bäche oder vielmehr Gräben

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