stehenden Bronzebüste in der Mitte. Ich habe die unseres Königs FriedrichWilhelm III. dazu bestimmt, eines Monarchen, wert in jeder Hinsicht unsererZeit als ein Muster der Beharrlichkeit vorzuleuchten, welcher Eigenschaftdieser Tempel gewidmet ist. Ein Füllhorn, von oben sich herabsenkend, er-gießt symbolisch seine Schätze über ihn, abends aber erleuchtet es als Gloriedas von uns allen so innig geliebte Haupt mit seinen Strahlen. Ein regelmäßi-ger Blumengarten, von einem eisernen Staket geschützt, schließt sich unmittel-bar an die Stufen an, nicht ohne Beziehung — denn Beharrlichkeit im Gutenund Verständigen bettet immer zuletzt unser Leben sicher auf Blumen, er-blühen sie auch nur von innen heraus.
Über eine zweite Schluchtbrücke, der ich den Namen Prinzenbrücke gegeben,fährt man von nun an ohne alle Fernsichten im Walde fort, zuerst auf der Höhe,dann sich senkend unter einem von Ästen mit der Borke konstruierten Eichen-steg, dem Flusse zu, dem man eine Zeitlang zur Seite bleibt, durchschneidethierauf eine weite Wiese, die Erlwiese genannt und dem Erlkönig geweiht,früher ein bodenloser Sumpf, ersteigt dann die Höhe von neuem und siehtdort bei der letzten Wendung des Wegs das Englische Haus vor sich liegen,welches im Gegensatz mit der Tempelszene nur den Charakter heiterer Länd-lichkeit und Geselligkeit darbietet. Eine Kottage im Vordergrunde, mit Rosenund wildem Wein umzogen, enthält einige für die Herrschaft reservierteZimmer. Links im Schatten zeigt sich durch die Zweige eine bedeckte Kegel-bahn; ein Rasenplatz mit drei laubenartigen Ruhesitzen daneben versammeltdie Gesellschaften, welche hier die Natur genießen und sich im Freien er-frischen wollen. In der mittelsten Laube sind Wandspiegel angebracht, welchedie hübschesten Punkte der Landschaft in der Nähe reproduzieren.Eine zweite sich anlehnende Kottage dient dem Kaffeewirt zur Wohnung undgewährt den Gästen Platz bei unfreundlicher Witterung. Auf der anderen Seitesieht man einen Pavillon, der einen kleinen Tanzsaal und zwei Spielzimmer ent-hält. Weiterhin ist eine Vogelstange und Scheibe für Büchsenschützen ange-bracht nebst einem Etablissement zum Pistolenschießen, in der Art, wie es inParis bei Lepage, in Pyrmont und anderen Orten eingerichtet ist.Auf einem Hügel gegenüber steht im Gebüsch ein isolierter Salon, aus rohenStämmen und Rinde aufgeführt, der ebenfalls für die Herrschaft reserviert istund von dem man das ganze Tableau der sich unten belustigenden Menge über-sehen kann, ohne mit ihr in nähere Berührung zu kommen, als man ebenwünscht. Das Dorf Köbeln, an der Grenze des Parks, breitet sich mit seinerganzen Feldflur hinter diesem belebten Vorgrunde aus und bleibt im Einklangmit dem Charakter des Ganzen. In der Mitte des Dorfes wurde ein Glocken-türmchen errichtet, um täglich bei Annäherung der Dämmerung den Abendeinläuten zu lassen. Mit Vergnügen können dann die Liebhaber der Idylle dieHirten ihre Herden über den Plan nach Hause treiben und die Arbeiter nachvollbrachtem Tagewerk singend dem erwünschten Klange zueilen sehen.Der ganze Bezirk dieser Partie mit einigen Spaziergängen in den Gebüschen,die im Frühjahr von Nachtigallen wimmeln, ist mit Gitterwerk von rohen Ästeneingezäunt und als pleasure-ground, jedoch in einer weniger sorgfältigenNuance, behandelt.
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