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5 (1927) Erde, Gewächs und Weltall
Entstehung
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dem einen oder dem anderen Autor zufällig einmal besprochen sein möchte,ohne es jedoch in die Systematik dieser Wissenschaft als ein integrierendesElement mit aufzunehmen.

Wie irrig aber würden noch die Vorstellungen von unserem Sonnensystemegeblieben sein, wenn wir dabei nur die sich gleich bleibenden Sonnenfernen undPlanetenabstände, wie früher, ohne die Abweichungen der Keplerschen Ge-setze und Newtonischen Attraktionstheorien hätten beachten wollen, welcheüberall die Perturbationen der Planetenbahnen oder das harmonische Systemihrer wahren Umlaufszeiten und Räume bedingten. Wie jene Attraktions-gesetze und Verhältnisse auf die Bahnen der Planeten unseres Sonnensystemseinwirken, ebenso bedingt aber der Gang der historisch-erfüllten Zeiten durchAnziehung und Abstoßung die Perturbationen der Räume unseres Erdsystemsund ihre Funktionen.

Daß jenes Zerrbild des durch eigentümlichen Organismus belebten Erdballsaber eben jene bloß mathematische Seite, die leblose Landkartenansicht seinwürde, wenn sie sich vermessen wollte, als inhaltvolles Lebensbild der An-schauung zu dienen, dies wird noch wenig geahndet und tritt auf dem Markteunserer Tagesliteratur kaum im Bewußtsein hervor. (Carl Ritter, Über dashistorische Element in der geographischen Wissenschaft, 1833.)

LANDGESTALTUNG UND MENSCHENGESCHICHTEAfrika ist im ganzen das in sich gedrungene und in sich bleibende Land. Daseigentliche Afrika ist der Wohnsitz der Neger, ein Teil, der hart in sich ver-schlossen geblieben ist sowohl für die Geschichte, als für den Zusammenhangder übrigen Welt. Es ist das Kinderland derselben, das verschlossene Goldland.Die nördliche Seite hat die große Wüste, Sand und Stein zur Grenze. An derWestküste ziehen sich die großen Gebirge, denen der Senegal, der Gambiaentspringen. Die weitere Hauptbestimmung scheint diese zu sein, daß das Landein Hochland ist, das nach allen Seiten einen Küstenstrich hat, der aber nurwenig bewohnbar ist. Die Gebirge sind durch Ströme durchbrochen, welcheweiterhin in sanfteren Abhängen hügelige Täler bilden und dann große Flächendurchlaufen, bis sie sich in weiterer Entfernung ins Meer stürzen. Die Küsten-striche um die Gebirge sind zum Teil sehr schmal und sehr spät überschritten.Im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert haben die Portugiesen die süd-lichen Küsten von Afrika entdeckt, wie die Spanier Amerika, und da sie den letz-teren weder an Mut noch an Tapferkeit nachstanden, haben sie sowohl vomSüden als auch vom Westen aus ins Innere zu dringen gesucht, aber es istihnen nur sehr wenige Afrikaner zu unterjochen gelungen, denn der Charakterderselben ist das ganz Unbändige, keine Kultur schließt sie in ihrem Innerenauf, und von außen lassen sie nichts an sich herankommen. Der Tag des Be-wußtseins hat diese dunkle Nacht, die schwarz wie die Farbe der Bewohner ist,noch nicht erleuchtet. Der zweite Teil von Afrika ist das Stromgebiet des Nils,Ägypten, welches dazu bestimmt war, ein großer Mittelpunkt selbständigerKultur zu werden, und daher ebenso isoliert und vereinzelt in Afrika dasteht,als Afrika selbst im Verhältnis zu den anderen Weltteilen erscheint. Der nörd-liche Teil von Afrika, der vorzugsweise der des Ufergebietes genannt werden

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