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5 (1927) Erde, Gewächs und Weltall
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malerischen Reiz der Landschaft um Metten zeigt besonders der Weg vomKloster über dasHimmelreich" nach Deggendorf. In dem Hügelland gehtes sich so lustig bergauf und bergab. Schöne Wälder, frische Wiesen wechseln,einzelne Gehöfte liegen am Wege, prächtige Ausblicke bieten sich in das viel-gewundene Donautal bis zu den Türmen Niederaltaichs und nach den Höhendes Bayerischen Waldes.

Die schöne Umgegend des Klosters, in der noch manche reizvoll im Waldegeborgene Kapelle, wie etwa Uttobrunn, an den Sinn der Brüder für die Naturerinnert, führte schon 1414 einen Mettener Mönch dazu, seine Bildchen, dieer in eine jetzt auf der Münchener Bibliothek verwahrte Regel des hl. Benediktmalte, künstlerisch anziehend durch die reiche Hügellandschaft zu gestalten.Der Duft der fernen Berge in diesen kleinen Landschaften zeigt, wie fein dieserKlosterbruder beobachtete, wenn er von den Höhen weit in die Ebene undhinüber nach dem Bayerischen Wald sah.

Was in diesen Miniaturen schüchtern keimt, blüht frisch auf in den Hinter-grundslandschaften, die in der Kunststadt Regensburg der tüchtige MeisterBerthold Furtmeyr 1481 in die Missale für den Salzburger Erzbischof Bernhardvon Rohr malte, das sich jetzt gleichfalls auf der Münchener Bibliothekbefindet. Auch der deutsche Maler, der zuerst die Landschaft selbständig imTafelbild behandelte, entstammt dem Donautal, der Regensburger AlbrechtAltdorfer. Diese Künstler des späten 15. und des frühen 16. Jahrhundertsschließen sich nicht mehr so einfach an die Natur ihrer Umgebung, wie dernaive Klosterbruder von Metten, aber doch sehen wir allenthalben, wie sehrihnen die heimatliche Natur ans Herz gewachsen war und ihre Phantasiebestimmte.

Kurz vor Vilshofen nähern sich beiderseits die Höhen der Donau. Auf demlinken Ufer liegt hier auf waldiger Höhe die Ruine Hilgartsberg. Die ersteBurg auf diesem das Tal vorzüglich beherrschenden Platze soll Kaiser Hein-rich II. gebaut haben, der in der Geschichte des Donautales vielfach bedeu-tend hervortritt. Das Schloß war im Besitze der Grafen von Sulzbach undOrtenburg, dann der bayerischen Herzöge, im 17. Jahrhundert kam es an dieFugger zu Kirchberg und Weißenhorn. Zerstört wurde das Schloß 1742 imösterreichischen Erbfolgekrieg.

Architektonisch Merkwürdiges bietet die Ruine nicht mehr, abgesehen etwavon der kleinen romanischen Apsis einer Kapelle, aber sie ist noch eine echteRuine, der ungeschmälerte Besitz dessen, der heraufsteigt, um zwischen denalten zerbröckelnden Mauern vergangener Zeiten zu gedenken, sich zu freuenan dem frischen Grün, das auf den verwitterten, grauen Steinen wächst, andem Walde hinter der Burg, den prachtvollen Fernblicken, besonders süd-westlich gegen das flache, rechte Donauufer, oder an dem Einblick in das engeBachtal mit der kleinen Mühle und dem verfallenen Bauernhaus, das aussieht,als habe an ihm Altdorfer Studien gemacht für seine Bilder der heiligen

Nacht.-------

Auf ihrer letzten Strecke in Bayern ist die Donau schon recht stattlich. KleineInseln liegen in dem Strom, aus dem da und dort Steinblöcke emporragen.An den Ufern ziehen sich Hügel mit Wiesen, Feldern und Wäldern, durch

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