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5 (1927) Erde, Gewächs und Weltall
Entstehung
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verhindert und die Haut geschmeidig, aber auch zugleich unempfindlicherhält. Man erstaunt, wie die Unreinlichkeit, bis auf den höchsten Gradgetrieben, dort die Wirkung unserer pünktlichsten Sorge für die Reinlichkeithaben kann, die Ausschließung der frischen Luft aus den unterirdischenGruben, die ihnen zum Winteraufenthalt dienen und worin eine vom Hauchevieler Hausgenossen verpestete Atmosphäre herrscht, ist das bewährtesteMittel, eine ihrem Körper zuträgliche Wärme hervorzubringen.Ihre Kleidung, die aus Vogelfellen und Tierhäuten bereitet wird, und ihrewenigen Gerätschaften verraten den Fleiß und die Erfindsamkeit des langen,ruhigen Aufenthaltes im Hause. Eben diese Notwendigkeit des Himmels-striches, die ihnen eine halbjährige Nacht und einen halbjährigen Tag zudurchleben befiehlt, hat auch vermutlich einigen Einfluß auf ihre milde,gesellige Stimmung und ihre Gesprächigkeit. Ihre eingeschränkten Bedürf-nisse und die gewiß auch der Entfernung von der allbelebenden Sonne zuzu-schreibende geringe Heftigkeit ihrer Leidenschaften scheinen es bewirkt zuhaben, daß ihre Familienvereinigung beinahe patriarchalisch geblieben ist,daß sich keine angemaßte Autorität darin emporschwingt, daß kein bürger-licher Zwang, außer etwa dem des Spottes und der Verachtung, den freienWillen eines jeden Einzelnen zügelt, daß kein Oberherr, kein Heerführer,kein Machthabender unter ihnen bekannt ist, und daß selbst der Kunstgriff,sich zum Angekok oder Zauberer zu erklären, noch kein regelmäßiges Systemdes Betruges und der Unterjochung nach sich gezogen hat. Ihre Phantasieträgt den Abdruck des Bodens, den sie bewohnen, des Himmels über ihnen,der Schwäche ihrer Gestalt und der Farbe ihres Lebens. Unkriegerisch undunfähig, den stärkeren amerikanischen Wilden Widerstand zu leisten, sindsie nur in jenen nordwestlichen Gegenden elend und beklagenswert, wo dieWut dieser Unerbittlichen sie verfolgt und ihnen am äußersten Rande desEismeeres kaum eine Stätte vergönnt. Dort, vereinzelt und zerstreuet, ge-zwungen, ihrer Lebensart in unterirdischen Löchern zu entsagen, erliegt end-lich auch ihr Körper, so sehr er dem Norden angemessen scheint, der allesverzehrenden Kälte, Krankheit und Mangel werden das Los der einzelnenherumirrenden Familien, die endlich, wie jenes von Cook in Nortonssundgefundene Paar, wenn sie dem Tomahak der Amerikaner entgehen, demHungertode zur Beute werden müssen. In Grönland, wo kein anderes ameri-kanisches Volk sie stört und wo die norwegischen Ansiedler ihnen einst dasBeispiel europäischer, freilich damals noch roher Künste gaben, haben siesich am stärksten vermehrt. Dort herrscht in ihren häuslichen Einrichtungengewissermaßen ein Sinn für die Bequemlichkeiten des Lebens, dort haben sieendlich seit 1721 an vielen Stellen durch die Bemühung dänischer Missionarienihre Mythologie gegen ein Christentum, wie sie es fassen konnten, vertauscht.(Georg Forster, Geschichte der Reisen, 1791.)

DER INDER

Der leichteste Erwerb der allerersten Lebensbedürfnisse bei bequemer Arbeitüberhebt fast überall unter einem schönen Himmel der mühsameren An-

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