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5 (1927) Erde, Gewächs und Weltall
Entstehung
Seite
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merklich, seitwärts erweitert, während des Zusammenziehens aber gleichsamverkürzt." So ist wohl Zirkulation, aber als oszillatorische vorhanden.Die Unterscheidung des arteriellen und venösen Bluts kommt zu ihrer Realitätin Lunge und Leber, es ist der Gegensatz des Streck- und Beugemuskels.Das arterielle Blut ist die hinausgehende, auflösende Tätigkeit: das venösedas Insichgehen, Lunge und Leber sind, als System, ihr eigentümliches Leben.Die Chemie zeigt den Unterschied so auf, daß das arterielle Blut mehr Sauer-stoff enthalte und dadurch heller rot ist, venöses Blut gekohlenstoffter, dasauch, in Sauerstoff gas geschüttet, heller rot wird, ein Unterschied, der nurdas Ding, nicht ihre Natur und ihr Verhältnis im ganzen Systeme, ausdrückt.Der allgemeine Prozeß ist diese Rückkehr des Selbsts aus seiner kometarischen,lunarischen und irdischen Laufbahn zu sich selbst, aus seinen Eingeweidenzu seiner Einheit. Diese Rückkehr ist dann seine allgemeine Verdauung, undso zurückgekehrt ist sein Dasein die Ruhe, das heißt, es kehrt zur Gestaltüberhaupt zurück, die sein Resultat ist. Jener die Gestalt aufhebende Prozeß,der sich nur in Eingeweide entzweit, damit sich aber eben selbst gestaltet,ist der Ernährungsprozeß, dessen Produkt ebenso die Gestalt ist. Diese Er-nährung besteht nun nicht darin, daß das arterielle Blut seinen sauergestofftenFaserstoff absetze. Sondern die aushauchenden Gefäße der Arterien sindmehr Dunst, der verarbeitet ist: ein ganz allgemeines Nahrungsmittel, aus demjeder einzelne Teil sich das Seine nimmt und das daraus macht, was er imGanzen ist. Diese aus dem Blute geborne Lymphe ist das belebende Nahrungs-mittel, oder vielmehr es ist die allgemeine Belebung, das Fürsichsein einesjeden Gliedes, um die unorganische Natur, den allgemeinen Organismus, insich zu verwandeln. Das Blut führt nicht Materien zu, sondern ist die Belebungeines jeden Gliedes, dessen Form die Hauptsache ist, und dies tut nicht nurdie Arterie, sondern eben das Blut als dieses Gedoppelte, als Vene und Arterie.So ist das Herz allenthalben und jeder Teil des Organismus nur die spezifi-zierte Kraft des Herzens selbst. (Hegel, Vorlesungen über die Naturphilosophie,gehalten 1820/1830.)

SCHÖNHEIT DES MENSCHEN

Die Natur wählte immer das leichteste Verhältnis eins und zwei, setzte sieüber und gegeneinander und immer die Glieder zusammen und in vertrau-liche Nähe, die gemeinschaftlich sprechen sollten. Das edle eine Haupt stehtauf dem freien festen Halse zwischen zwei Schultern, als den Balken desgliedervollen Gebäudes, das es beherrscht und übersieht. Es hat die schöneOvallinie zur Form und trägt das Angesicht vor sich. Wie das Haupt auf denSchultern, so ruht im Angesichte die Stirn auf den beiden Bogen der Augen-brauen, wie ein Gedankenhimmel allein und oben. Zwischen den Augenbrauentritt Seele und Stirn auf einen Punkt, und zu beiden Seiten wölbt sich deredelste Sinn, das Auge, abermals in der schönsten Linie der Ellipse. So stehtdie Nase und der Mund abermal zwischen zwei Blumengeländern, den Wangen,bis die Ellipse des Haupts sich mit dem festen Kinn schließtkurz, man kannsich zwischen den sieben Buchstaben, die unser heiliges Antlitz bilden, keinenStand und kein Verhältnis denken, was leichter zu fassen, zu sammeln, zu

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