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5 (1927) Erde, Gewächs und Weltall
Entstehung
Seite
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bordigen Bootes stehen, eingehängt, so daß die Fischer die Hände frei erhalten.Die großen, oft mehr als mannslangen Fische plätschern nun fast auf demTrocknen. Erst jetzt, wo der Tod ihnen schon naht, werden sie ungestüm,schleudern sich durch gewaltige Schwanzschläge in die Höhe und bespritzendie Teilnehmer reichlich mit plötzlichen Sturzwellen. Jetzt greift alles, wasHände hat, zu. Man sucht die gewaltigen Tiere an den Brustflossen, andem Schwänze, am liebsten an der Kehle oder indem man in die Kiemen-spalte greift, zu fassen und an Bord zu ziehen. Dieses Mal werden überdreißig Stück im Netz sein alle über fünf Fuß lang, jeder mehrere Zentnerschwer. Die Kraft eines Mannes reicht nicht aus, ein solches Ungetüm anBord zu winden. Mehrere vereinigen sich, werfen eine Schlinge um dieKiemenöffnung und ziehen nun aus allen Kräften, während die Fische mitden Brustflossen sich gegen das Boot stemmen und mit dem Schwänze ver-zweifelt um sich schlagen. Bald herrscht eine unbeschreibliche Verwirrung.Die Boote schwanken hin und her wie im heftigsten Sturme. Die Fischerrufen und schreien, stürzen übereinander, werden von den Fischen zu Bodengeschleudert, das gepeitschte Wasser überströmt Männer und Boote. DieZuschauer werden unwillkürlich zum Handeln fortgerissen und suchen denFischern tätige Hilfe zu leisten. Die haben Jacken und Mützen fortgeworfen,Ärmel und Hosen aufgestrippt und stürzen sich auf die Fische, wie auf Feinde.

Denn die Eingeweide gehören dem, welcher zuerst den Fisch gepackt hat.-------

Jedes Tier wird fein säuberlich ohne die mindeste Verletzung aus dem Wassergezogen, und da der Thunfisch sehr große Kiemenspalten hat, so erstickt erschnell in der freien Luft durch Abtrocknen der Kiemenblättchen, auf denendas Blut nicht mehr zirkulieren kann. Um den Todeskampf abzukürzen,in welchem sich das ungeschlachte Tier sehr ungebärdig stellt, schlachtetman es ab, indem man ihm beim Herausziehen oder im Boote mit dem Messereinen Stich in das unter der Kehle liegende Herz versetzt. Andere Waffenals ihr gewöhnliches Taschenmesser, welches sie stets bei sich tragen, kennendie Fischer gar nicht.

Die Fische sind abgekehlt, das Meer allerdings gerötet von dem Blute, welchesdie Thune gelassen haben. Der Fang ist in dem großen Boote auf einen Haufengeworfen, auf dem nur von Zeit zu Zeit ein Tier aufzuckt. Das Netz wirdabgehängt, in die Tiefe gelassen, die Falltüre genau eingerichtet, der Wacht-posten besetzt und nun dem Hafen zugesteuert in fliegender Eile, alsgelte es einen Preis zu gewinnen. Dort steht, dicht im Hafen gedrängt, dieganze Bevölkerung Weiber und Töchter mit Kübeln, der Pfaffe mit ge-falteten Händen, der Patron der Mandrague mit einem gewichtigen Sackvoll Kupfermünzen. Jeder Fischer erhält gegen Ablieferung seiner Markeden aus wenigen Sous bestehenden Arbeitslohn für den Fang. Nun werdendie Fische über Bord in das seichte Wasser am Strande geworfen und hier

ausgeweidet.--------

Das ist der Thunfischfang, wie er bei St. Hospice statthat. Zuweilen aber wirder belebter, besonders wenn Delphine oder Haie in das Netz geraten. Voneinem Unwetter überrascht, hatten wir eine herrliche Sommernacht in demstillen Örtchen zugebracht. Die Fenster meines Kämmerchens gingen nach

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