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5 (1927) Erde, Gewächs und Weltall
Entstehung
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entzieht, legt sich bei dem Insekt noch dem Auge offenkundig in ganz ge-trennten Arten des äußeren Erscheinens als Larve, Puppe und Schmetter-ling dar.

Es wird selbst noch der sehr vollkommen organisierte Vogel von einemwundervoll das Einzelne bedenkenden Zuge getrieben, für das noch unge-borene Ei ein kunstreiches Nest und für die aus dem Ei gegangene Brutdie erste, angemessene Nahrung zu besorgen, das Säugetier bedarf dagegeneiner solchen Fürsorge nicht mehr; denn dieses hat alle jene Mittel des Aus-bildens und Ernährens der Jungen, welche der Vogel äußerlich aufsuchetund zusammenträgt, in sich selber, und das Junge wird nicht im künstlichenNeste, sondern in dem einfach bergenden Leibe der Mutter ausgebildet unddurch die an diesem Leibe selber in den Nahrungsbehältnissen der Brüsteunmittelbar bereitete Speise während der ersten Zeit des Lebens hinreichendernährt.

So scheint bei der Entwicklung des Tierreiches immer von Stufe zu Stufejenes Erfüllende, wodurch das an sich selber unvollständige und unvoll-kommene Einzelne erst zu einem vollkommenen Ganzen wird, zuerst etwasUnsichtbares, Oberes zu sein, hierauf etwas Sichtbares aber noch Äußereszu werden, endlich aber, als vollendender Lebensgipfel und Lebenseigentum,ins Innere hineinzutreten. (Gotthilf Heinrich Schubert, Allgemeine Natur-geschichte, 1826.)

THUNFISCHFANG

Alles steht gerüstet. Unsere Boote halten die parallelen Ränder der Man-drague, das Hochbord steht quer, und aufs Kommando greifen alle Fischerhinab ins Wasser, um das Netz zu heben. Mühsame Arbeit l Man zieht denBoden des Netzes so weit heraus, daß er aus dem Wasser ragt, und indemman ihn mit der einen Hand festhält, greift die andere vor und nimmt eineweitere Masche, während man die andere fallen läßt. So rückt das Hochbordlangsam, Zug für Zug gegen das Ende des Netzes vor, über den Teil, den manwieder fallen gelassen hat, weggleitend und vor sich her die über das Wasseremporgehobene Falte tragend. So wird allmählich der Raum, der den Ge-fangenen bleibt, immer kleiner und zugleich seichter, wodurch sie der Ober-fläche näher kommen. Anfangs sehen unsere ungeübten Augen nur diepurpurne Tiefe, allmählich unterscheiden sich einzelne unbestimmte Schatten,die geräuschlos durcheinander schießen, während an der Oberfläche diePalamiden sich tummeln und wir, halb im Scherz, halb schon im Eifer, nachihnen haschen. Der Grund des Netzes hebt sich mehr und mehr die Pala-miden sind teils mit den Händen, teils mit Handnetzen herausgeschöpft undin die Boote geworfen, wo sie von Zeit zu Zeit sich in die Höhe schnellen.Die hohen Rückenflossen, die oberen Spitzen der Schwanzflossen der mäch-tigen Thunfische ragen schon aus dem seichten Wasser, welches das Netznoch umschließt, hervor, während sie beständig im Kreise sich drehen undmit doppelter Schnelle an den Rändern des Netzes hinschießen. Dieses wirdendlich so weit gehoben, daß höchstens nur noch ein Fuß Wasser darübersteht, und dann die Maschen an den Pflöcken, die auf dem Rande des hoch-

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