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5 (1927) Erde, Gewächs und Weltall
Entstehung
Seite
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liehen Äsung von Jugend auf belehrt. (Dietrich aus dem Winkeil, Handbuchfür Jäger und Jagdliebhaber, 1805/1806.)

KAMPF ZWISCHEN BUSSARD UND OTTERErst warf ich jedem Bussard eine Blindschleiche hin, die er nach Gewohnheitsogleich ergriff und lebend verschlang. Sowie der erste seine Blindschleichehinunter hatte, legte ich, in der Hoffnung, ihn zu täuschen, ihm eine ebennicht größere, junge braune Kreuzotter vor. Ich hatte mich geirrt. Der Falkesträubte sogleich das Gefieder, hob die Schwingen hoch empor, schrie lautauf, fuhr aber doch, seiner Übermacht sich bewußt, auf den Feind los, packteihn mitten am Leibe mit den Krallen und schlug schreiend mit den Flügelnauf und nieder. Sein Angriff, sein ganzes Benehmen war von der Art, wieer giftlose Schlangen zu ergreifen pflegte, höchst verschieden. Der Gefahrsich wohl bewußt, hielt er den Kopf hoch und schien zu zielen. Die Otterschlang sich um seine Füße, zischte und biß in voller Wut unaufhörlich nachallen Seiten, aber so blindlings, daß sie nur die Luft und seine hoch gesträubtenFedern oder schlagenden Schwingen traf. Plötzlich, mit der Schnelle desBlitzes, fuhr ein sicherer und gewaltiger Schnabelhieb auf ihren Kopf herab,der im Augenblick zersplittert war. Noch krümmte sie sich erbärmlich, eraber wartete allen ihren Bewegungen mit dem Auge folgend, bis sie fast lebloswar, und schluckte sie dann, den Kopf vorweg, ganz hinunter.Stolz blickte er jetzt umher, und sein Auge schien einen neuen Feind heraus-zufordern. Ich legte eine junge, etwa 13 Zoll lange Kreuzotter in einiger Ent-fernung von ihm nieder. Sie gewann Zeit, sich zusammenzuringeln. IhrZischen, ihre nach dem Falken hin zuckenden Bisse, ihre flammenden Augen,mit denen sie nur ihn zu sehen schien, bewiesen deutlich, daß auch sie, diewohl noch nie einen Bussard gesehen, auf den ersten Blick den Todfeinderkannte und den Kampf auf Leben und Tod voraussah. Mich achtete sienicht eines Blickes wert. Schlagfertig, aber behutsam, mit gehobenen Flügelnnahete sich der Falke und schien zu spähen, ob der Feind eine Blöße gebenwürde. Es war ein herrlicher Anblick, den ich mich nicht sogleich zu unter-brechen entschließen konnte. Endlich warf ich eine fette Froschkeule aufdie Otter. Der Falke sprang zu und packte mit gewaltigen Krallen Froschund Schlange zugleich. Sie wand sich, zischte und biß wütend um sich. Erschlug wie vorher mit den Flügeln, um sie zu verwirren auf und nieder, hieltden Kopf hoch, faßte dann plötzlich mit einem Schnabelhiebe ihren Kopfund drückte ihn kräftig zusammen. Sie rang den Kopf wieder los und suchte,jedoch halb ohnmächtig, wieder zu beißen. Ein neuer Hieb, der den Kopffaßte und von dem sie sich abermals loswand, vermehrte ihre Betäubung, aberverhinderte sie noch nicht, wieder zu beißen, wiewohl ihre Bisse nun vollendsunsicher waren. Jetzt zerriß ihr der Bussard vollends den Kopf, wartete,wie vorher, erst noch, bis ihre Kräfte ganz gesunken waren, und verschlangdann auch diese ganz mit dem Kopf vorweg. (Harald Othmar Lenz, Schlangen-kunde, 1832.)

TIERKAMPF IM URWALDUnterhalb der Mission von Santa Barbara de Arichuna brachten wir die Nacht

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