500 neue Gegenstände bereichert und in den „Philosophical Transactions for1833" einen vollständigen „Katalogus von 2307 Nebulae and Clusters of stars"veröffentlicht. Diese große Arbeit enthält alles, was in dem mittleren Europaam Himmel aufgefunden war, und schon in den unmittelbar folgenden 5 Jah-ren (1834—1838) sehen wir Sir John Herschel am Vorgebirge der guten Hoff-nung mit einem zwanzigfüßigen Reflektor ausgerüstet den ganzen dort sichtbarenHimmel durchforschen und zu jenen 2307 Nebeln und Sternhaufen ein Ver-zeichnis von 1708 Positionen hinzufügen!
Eine dritte große Epoche in der Kenntnis jener rätselhaften Weltkörper hat mitder Konstruktion des bewundernswürdigen fünfzigfüßigen Teleskops von Earlof Rosse zu Parsonstown begonnen. Alles, was in dem langen Schwanken derMeinungen auf den verschiedenen Entwicklungsstufen kosmischer Anschauungzur Sprache gekommen war, wurde nun in dem Streit über die Nebel-Hypo-these und die behauptete Notwendigkeit, sie gänzlich aufzugeben, der Gegen-stand lebhafter Diskussionen. Aus den Berichten ausgezeichneter und mit denNebelflecken lange vertrauter Astronomen, die ich habe sammeln können, er-hellt, daß von einer großen Zahl der aus dem Katalogus von 1833 wie zufälligunter allen Klassen ausgewählten für unauflöslich gehaltenen Objekte fastalle, der Direktor der Sternwarte von Armagh, Dr. Robinson, gibt deren übervierzig an, vollständig aufgelöst wurden. Auf gleiche Weise drückt sich Sir JohnHerschel, sowohl in der Eröffnungsrede der Versammlung der British Asso-ciation zu Cambridge 1845, a ^ s > n den Outlines of Astronomy 1849 aus. „DerReflektor von Lord Rosse", sagt er, „hat aufgelöst oder als auflösbar gezeigteine beträchtliche Anzahl, multitudes, von Nebeln, welche der raumdurch-dringenden Kraft der schwächeren optischen Instrumente widerstanden hatten.Wenn es gleich Nebelf lecke gibt, welche jenes mächtige Teleskop von sechs eng-lischen Fußen Öffnung nur als Nebel ohne alle Anzeige der Auflösung dar-stellt, so kann man doch nach Schlüssen, die auf Analogie gegründet sind, ver-muten, daß in der Wirklichkeit kein Unterschied zwischen Nebeln und Stern-haufen vorhanden sei."
Der Urheber des mächtigen optischen Apparates von Parsonstown, stets dasResultat wirklicher Beobachtungen von dem trennend, zu dem nur gegründeteHoffnung vorhanden ist, drückt sich selbst mit großer Vorsicht über den Orions-Nebel in einem Briefe an Professor Nichol zu Glasgow aus (19. März 1846).„Nach unserer Untersuchung des berühmten Nebelfleckes", sagt er, „kann ichmit Gewißheit aussprechen, daß, wenn anders irgendeiner, nur ein geringerZweifel über die Auflösbarkeit bleibt. Wir konnten wegen der Luftbeschaffen-heit nur die Hälfte der Vergrößerung anwenden, welche der Spiegel zu er-tragen imstande ist, und doch sahen wir, daß alles um das Trapezium umhereine Masse von Sternen bildet. Der übrige Teil des Nebels ist ebenfalls reichan Sternen und trägt ganz den Charakter der Auflösbarkeit." Auch späternoch, 1848, soll Lord Rosse nie eine schon erlangte völlige Auflösung desOrions-Nebels, sondern immer nur die nahe Hoffnung dazu, die gegründeteWahrscheinlichkeit, den noch übrigen Nebel in Sterne aufzulösen, verkündethaben.Wenn man trennt, in der neuerlichst so lebhaft angeregten Frage über die