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ich deswegen ein System wegwerfen, das in allen seinen Theilenso gut zusammenhängt, lind ein anderes aunchmen, das ungleichmehr und größere Gebrechen hat? Das hieße, ein wohlgebautesHaus deswegen verlassen, weil sich in seinem Fundamente einStein befindet, von dessen Festigkeit man keine völlige Gewißheithat, um ein anderes zu bewohnen, das überall Lücken undvielleicht gar kein Fundament hat."
XI. S. 297 könnte noch Folgendes zur weitern Erläuterung dienen:„Wenn ein Künstler eine große Maschine verfertigen will, undhiezu der Mithülfe vieler Arbeiter bedarf; wenn er nun mit vie-len Arbeitern einen Vertrag macht, so daß sie nun gerade dieArbeiten, die er fordert, zu liefern verpflichtet sind: so ist es1. möglich, daß mehrere Arbeiter bei Verfertigung ihrer Arbeiten(die sie verstehen — an sich —) noch gar nicht verstehen, wozudieselben (in der Maschine) dienen sollen; dann sind sie aber nichtsdesto weniger verpflichtet, auf das Ansehen (und den Befehl)des Künstlers dieselben zu verfertigen, und sie würden unrecht han-deln, wenn sie bei jeder Arbeit mit dem Künstler hadern wollten:„du sollst uns erst erklären, wie diese Arbeit, die du gebietest, in dei-nen Plan paffe." Es ist 2. möglich, daß die verständigem Arbeiterbei mancher Arbeit schon die Zweckmäßigkeit einsehen, und, nachdemdie Maschine vollendet ist, den ganzen Plan durchschauen. 3. Esist aber auch möglich, daß viele Arbeiter zwar Mehreres von derZweckmäßigkeit der einzelnen Arbeiten einsehen, aber den ganzenPlan des Künstlers nicht zu überschauen vermögen.
So offenbarte und gebot Gott Manches den Menschen, was sieauf sein Ansehen thun sollten, und was sie nach und nach selbstdurch die Anwendung ihrer Vernunftprincipien einzusehen vermoch-ten, aber auch Manches, was sie noch gar nicht oder vielleichtauch nie durch die Kraft ihrer bloß menschlichen Vernunft einse-hen konnten. Aber, fragt man, wie kann Gott etwas offenbaren,was wir nicht verstehen? Antwort: Das Wort „verstehen" wirdhier zweideutig genommen. Wir verstehen r.ämlich, erkennenden Inhalt der Offenbarungen Gottes (z.B. daß Jesus, der Gott-mensch, unser Lehrer, Muster, Erlöser ist, daß er auferstanden,gen Himmel gefahren ist . . .), obgleich wir diese Offenbarungennicht ans den Principicn unserer bloß menschlichen Vernunft her-leiten können, also (in diesem ganz verschiedenen Sinne) sienicht verstehen.
Die Frage: „Ist die Vernunft über die Offenbarungerhaben, da die Vernunft doch die wahren Offenbarungen erken-nen, und von falschen unterscheiden muß?" hat eben so wenigeinen Sinn, als die Frage: „Ist der Diener, der die Befehle sei-nes Herrn von den Befehlen fremder Menschen unterscheiden muß.
Wölfischen Philosophie verbessert haben, stellen den Satz vomGrunde unabhängig vom Satze des Widerspruch's im Hellesten(objektiven) Lichte dar.