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Rede seyn, als derselbe mit der vernünftige» S>'ele in Verbindungsteht. Hingegen ist die Achtung der Thier, nnd )>iörpcrwe1t nnmög-lich, weil beiden keine Würde zukommt. Es kann also zwar inRücksicht auf diese, aber nicht gegen diese für uns Pflichtenund Näthc geben. Was nun den Theil der Mcwalphilosophic an-gelst, worin von dem sittlichen Verhalten, von den Pflichten undRäthen, welche die Vernunft für alle Menschen ohne Unterschiedausspricht, geredet wird, so wird dieser die allgemeine (die al-len Menschen gemeinschaftliche) Moralphilosophie genannt. Die be-sondere Moralphilosophie aber, die man auch die konkrete (an-gewandte) nennen könnte, wendet alles dieses an auf die besonder»slmstände und Verhältnisse, in welchen sich die Menschen befinden.Daher
Allgemeine Moralphilosophie.
Erster Theil.
Das sittliche Verhalten in unmittelbarer Beziehung auf die
Unvernunft.
§. 82 .
Entwickelung des Begriffs der Achtung und Liebe ge-gen Gott, und Andeutung der aus beiden hervvrge-hcnden Gesinnungen und Handlungen.
Liebe nnd Achtung bezeichnen ein Wohlgefallen. Liebenkann man leblose Dinge, unvernünftige Thiere, und würdevolleWesen, weil man selbst an einer nicdern Vollkommenheit Wohlge-fallen haben kann. Aber Achtung empfinden könne» wir nur ge-gen solche Wesen, die Würde haben, die also leblose» undunvernünftigen Dingen, welche nur Sachen, Mittel für vernünftigeWesen sind, vorgczogcn werden müsse». Je größer die Würde ist,desto höher soll die Achtung steigen. Tie Achtung gegen solche wür-devollen Personen, die selbst über andere hervorragen, heißt Ehr-furcht; und die Ehrfurcht gegen Gott, der die imbedingtc, dievollkommenste Würde ist, und von dem jede abgeleitete Würde hcr-kommt und abhängig ist, wird Anbetung, anbetungsvolleEhrfurcht genannt. — Die Achtung, die freudige Anerkennungder Würde eines Andern, seiner Erhabenheit (Ucberlcgcnheit) überso Vieles, hält »ns zurück, fern von allem, was der Würdewiderstreiten könnte; die Liebe, die freudige Anerkennung derVollkommenheit (absoluten oder respektive») eines Dinges übcr-banpt oder eines vernünftigen Wesens insbesondere zieht uns an,treibt uns zu dem geliebten Gegenstände und zu allem dem hin,was mit der Vollkommenheit desselben übereinstimmt (und, wenndie Vollkommenbcit noch erhöhet werden kann, ;» allem dem, waszn dieser Vervollkommnung ein nothwcndiges, passendes Mittel ist). —