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menschliche Natur bringe» kann, wie vieles ein fester Wille ver-mag.
Sie veranlassen uns 2. zu den edelsten Gesinnun-gen und Thaten der Menschenliebe, der Geduld, der Aufopfe-rung, dcS Vertrauens auf Gott.
Sie befördern 3. die nähere Verbindung der Menschenunter einander, die Milderung und Verbesserung der Sitten,die Mittheilung ihrer Erfahrungen und Kenntnisse.
§. 9!,.
6. In andern zufälligen Dingen.
Wie oft ist ein von Andern zufällig gesprochenes Wort, eineplölfliche, ganz unerwartete Hülfe, ein unvorhergesehenes Zusammen-treffen mancher Umstande dazu geeignet, uns zum ernsten Nachdenken,zur Beruhigung und Aufheiterung, zur Sinnesänderung und Besse-rung zu führen!
L. Gewählte.
§. 100 .
1. DaS Fasten und die Enthaltsamkeit von gewissenerlaubten Dingen.
Hierdurch wird unsere Selbstkraft geübt und gestärkt, die Auf-merksamkeit auf das Ueberstnnliche und Göttliche gerichtet und ge-halten, und das ganze Gemüth zu eiuer lebhaften frommen Rüh-rung vorbereitet und gestimmt.
S. lOl.
2. Abhärtung des Körpers.
Diese dient dazu, die Herrschaft des Geistes zu erweitern, unddie Erfüllung der Pflichten zu befördern, welche bei einem verweich-lichten Körper zu schwierig, ja unmöglich ist.
Z. 102.
3. R c i s c n.
Die Reisen beschäftigen durch den steten Wechsel der Gegen-stände den Geist, zerstreuen ihn auf eine angenehme Weise, erhei-tern und erquicken uns, zerstören auf diese Art die der Sittlichkeitnachtheiligen Gedankenreihen und Gcmütbsverstimmnngcn; dabeiwirken sie durch die Beförderung der Gesundheit wohlrhätig auf'dieSeele, und geben oft Veranlassung, durch die muthige Ertragungder Rcisebeschwerden sich in der Selbstbeherrschung, Geduld undGroßmuth zu stärken.
§. 103.
4. Umgang m i t g u t c n M e n s ch e u nnd mit gutcn Büchern.
Der Umgang mit guten Menschen zündet manches Licht in un-scrm Geiste an, erregt manche edlen Gefühle und Gesinnungen, zer-