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Selbstbeherrschung, und die kindliche Furcht »nd LiebeGottes selbst bilden.
§. 1)5.
2. In der Kirche.
Lion Seiten der Kirche werden uns sehr wichtige Tugendmit-tcl dargebotcn, und zwar durch die Lehren, die sie unS cinschärft,durch die religiösen Versammlungen, die sie gebietet, durchdie frommen Nebungen, wozu sic anhält, durch die Gesetze,die sie vorsitzreibt.
§. 96.
3. Im Staate.
Der Staat trifft 1. manche Vorkehrungen gegen dieAusbrüche deS Lasters, und befördert dadurch den Abscheu ge-gen das Laster, und trägt im Augenblicke gewaltiger Versuchungenmit dazu bei, daß die aufgebrachten Neigungen besiegt werden.
2. Der Staat lindert durch manche Anstalten dasElend der Hülflosen, und veranlaßt dadurch heilsame Betrach-tungen und Gesinnungen in Beziehung auf daS menschliche Elend,auf die Schwachheit und Hinfälligkeit der menschlichen Natur, ansdie Uncrforschlichkcit der Rathschlüsse Gottes . . .; und gewährt zu-gleich in solchen Anstalten passende Gelegenheiten zu guten Hand-lungen, zu Werken der unterstützenden, tröstenden, aufopferndenLiebe.
3. Die Staatsgcsctze geben uns Veranlassung zu der sowichtigen Gesinnung des demüthigcn, sich gern unterwerfenden, füg-samen Gehorsams.
§. 97.
4. In der Natur. '
Die Natur weckt 1. unscrii Geist zur Thätigkeit, zu Beo-bachtungen, Versuchen . . .
2. Sic befördert durch ihre Schönheit, Erhabenheit den hei-tern Sinn, das Gefühl für das Schöne, Große, Erhabene.
3. Sie erinnert uns au die hohe Würde unserer frci-thätigen, über den Natnrzwang erhabenen Seele; fordert unsdurch ihre rastlose, stille, wohlgeordnete .. . Wirksamkeit zur un-ermüdeten.Thätigkeit, zur anspruchloscn Bescheiden-heit, zur Ordnung und Harmonie in all unscrm Thun und Lassenauf; sie erhebt uns endlich zu dem Schöpfer, »nd erfülltunS mit unaussprechlicher Sehnsucht nach dem Unendlichen.
§. 98.
5. In den Schicksalen ganzer Völker und einzelnerMenschen.
Solche Schicksale machen 1. nnS wichtige Wahrheitenanschaulich, z. B. zu welcher Größe und Erniedrigung es die