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Handbuch der Philosophie :
(der Logik, Metaphysik, Moral- und Rechtsphilosophie)
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ist." So haben wir also, wir mochten von der Metaphysik abstra-I'iren, und regressiv zu Werke gehen, oder gleich von der Metaphy-sik progressiv zu Werke geben, das erste Moralpriucip gefunden:Achte, liebe die Wurde der Vernunft und handle dieserAchtung gemäß."

§. 14.

Tiefes Princip ist material und formal zugleich.

1. Formal; denn es sagt: Du sollst darum (aus dem Be-weggründe) handeln, weil die Würde der Vernunft Achtung, Liebeverdient; du sollst handeln aus Achtung, Liebe der Würde derVernunft (also insbesondere aus Achtung, Liebe zu Gott, weilGott nämlich höchst achtungs- und liebenswürdig ist, aus Achtungund Liebe zur Menschenvernunft, weil diese nämlich Achtung, Liebeverdient).

2. Material; denn es sagt:Du sollst dasjenige thun,was der Würde der Vernunft, der Achtung, Liebe dieser Würdegemäß ist, und dasjenige unterlassen, waS dieser Würde wider-streitet; du sollst also (z. B.) oft an die Würde der Vernunft den-ken, dich über dieselbe erfreuen, sie rein darstcllen, sie zu erhal-ten streben (insofern wenigstens die Würde der abgeleiteten Ver-nunft, der menschliche», erniedrigt werden kann), daher dasjenigefliehen, was die Oberherrschaft der Sinnlichkeit über die Vernunftherbciführen würde (als Trunkenheit, Wollust, überhaupt jedesLaster). Was insbesondere die Urvernunft (Gott) angcht, so sindoffenbar unter andern folgende Handlungen durch jenes Principvorgeschriebe»:Denke oft, mit Freuden an Gott; vertraue aufihn; strebe nach ihm, als dem letzten Ziele aller vernünftigen We-sen, unterwirf dich allen seinen Anordnungen, bringe dich undalles ihm zum Opfer . . ." Alle diese Handlungen drücken offenbardas Was, das Objekt, die Materie unsers Thuns und Las-sens aus.

Rurze Prüfung anderer als Moralprincipien ausgestellten

Sätze.

§. 15.

I. Bestimme dich in deinem Wollen und Nichtwollennur nach derjenigen Marime, die für eine allgemeineGesetzgebung tauglich ist (oder die nach dem Urthcile deinerVernunft zu Gesetzen für alle vernünftige Wesen passend ist)."

Freilich ist dasjenige, was für einen Menschen achtungs - oderverabschcuungöwürdig ist, in ganz gleichen Bestimmungenfür jeden achtungs- und verabscheuungswürdig. Denndie Möglichkeit, Wesenheit aller Handlungen, die ganz gleiche Be-stimmungen haben, ist ewig und unveränderlich. Aber nach demangeführten Principe könnte ich auch sagen:Substanz ist, wasallgemein und überall eine Substanz ist." Aber kehrt denn hier nichtimmer die Frage zurück:Was ist denn das eigentlich, was Sub-

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