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Handbuch der Philosophie :
(der Logik, Metaphysik, Moral- und Rechtsphilosophie)
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ziehnng auf die Beschaffenheit unserer Erkenntlich. Die Mo-raltheologie stützt sich auf den unerschütterlichen Grund der Wahr-haftigkeit Gottes, und bewirkt so die beruhigendste und festeste Ge-wißheit; die Moralpbilosophic führt zwar auch zur völligen lieber-zeugung (indem die Vernunft als Vernunft nicht irre führen kann),aber wie leicht kann irgend ein falsches Philosophen! der Moralmit der Philosophie der Moral verwechselt werde»! wie viele Mo-ralphilosophcmc haben sich einander schon wirklich verdrängt!

. Z- 5.

Hülfsmittel der Moralphilosophie.

1. Die empirische Psychologie, welche a. die Vermö-gen der Seele kennen lehrt, die ausgebildct werden sollen, mit-hin die nächsten Gegenstände bezeichnet, an denen sich die sittlicheGesinnung des Menschen beweisen und üben soll; welche l>. dieGesetze entwickelt, wornacb sich die Kräfte der Seele äußern, de-nen also gemäß, nicht zuwider, das Streben nach sittlicher Vil- 'düng eingerichtet werden muß, die also bei der Lehre über zweck-mäßige Tugendmittel höchst wichtige Dienste leistet; welche o. zumanchen Begriffen, die in der Moralphilosophie unentbehrlichsind, den Schlüssel gibt, z. B. über die Quellen, Beschaffenhei-ten , Kennzeichen, Wirkungen der einzelnen Tugenden und Laster,über die Verwandtschaft, worin gewisse Tugenden und gewisse ba-sier sichen, über die seinen Grenzen, wo sich Tugend und basierin einander verlieren, über die unzähligen Künste, mit welchendas menschliche Herz sich und Andere zu täuschen weiß, über dieFolgen und Abwechselungen der innern Zustände, über die großeMannigfaltigkeit der menschlichen Charaktere . . . (Vergleiche hier-über Schmid's empirische Psychologie S. 86, Ueberwasser'sMoralphilosophie S. 42 bis 52, und Reinhard's Moral 1 B.S. 36).

* Selbst durch die kehre vom sittlichen Gefühle tritt die empirische Psy-chologie mir der Moralphilosophic in nähere Verbindung. Daß das ,psychologische Studium durch die Uebung, welche es fordert, durch ,das öftere und sorgfältige Einkehren in unser Inneres, so wie durch :die Kenntnisse, welche es gibt (z. B. von den Übeln Wirkungen derLeidenschaften), für die sittliche Bildung selbst überaus vortheilhaftist, leuchtet von selbst ein.

2. Die Geschichte. Denn diese lehrt eine große Uebercin-stimmung der gesitteten Völker in dem, was sittlich gilt oder sittlich !böse ist, und kann so unsere Vernunft veranlassen und leiten, nach 'den Gründen dieser Ueberzeugungen weiter zu forschen. Dieses ge-schieht auch insbesondere durch die Darstellung der positiven Ge-setze, denen doch durchgehends irgend ein Grnnd entspricht, welcherdurch weiteres Philosophien ausgemittelt werden kann.

3. Die Offenbarung. (Siehe §. 4.).

4. Ueberhaupt die Wissenschafteü und schönen Künste,welche sich alle einander unterstützen, ergänzen und verschönern.