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rität und zugleich dasjenige, was von dieser Auctorität bezeugt wird,mit binrcicheuder Gewißheit bekannt wird.
Es fragt sich nun: „Ist die historische Kenntnis; der Wahr-haftigkeit GottcS, weläw Kenntniß zum Glauben an Gottes Worthinreicht, die einzig genügende für das Menschenge-schlecht? Oder kann auch eine andere Erkcnntniß der Wahrhaf-tigkeit Gottes zum Glauben an sein Wort hinreichen?"
Daß eine andere Erkcnntniß, als die historische und die strengwissenschaftliche, hinreicht, nämlich diejenige Erkenntnisi, welcheans dem allgemeinen Menschensinne, aus dem gesu«!-den Menschenverstände, aus undeutlich, aber doch ge-wiß erkannten Gründen hcrvorgcht, ist über allen Zweifel erha-ben. Tenn es kann Jeder (ohne tiefe, philosophische Erkenntniß)schon aus der so veränderlichen und dabei so schönen, wohlgeordne-ten, zweckmäßigen Welt, und insbesondere aus der Krone der sicht-baren Welt, aus dem Menschen, einen höchst weisen, mächtigen,gütigen und heiligen (also auch einen in den Offenbarungen wahr-haften) Urheber der Dinge erkennen (wie selbst die Offenbarung lehrt).Schon der gesunde Menschenverstand sagt: 1. „Derjenige, welcherso überaus weise ist, kann nicht in Jrrtbnm führen wollen, kann kei-nes Lasters fähig seyn, da das Laster nur das Zeichen von Schwäche,Tkorheit, Unverstand ist. 2. Die höchste Vernunft, Gott, wovonunsere Vernunft ihr Daseyn erhalten bat, muß noch weit mehr, alsunsere Vernunft, jede Lüge, jeden Widerstreit mit sich selbst, ver-werfen , also die höchste Wahrheit seyn. 3. Derjenige, welcher vonEwigkeit ist, welcher keines andern Dinges zu seiner Existenz bedarf,kann nicht durch die Dinge, welche er erschafft, verändert, undglückseliger gemacht werden. Er kann also bei seinen Handlungennicht Selbstsucht, sondern nur reine Liebe gegen die Geschöpfezur Absicht haben; daher kann er auch nicht, wenn er sich ihnen of-fenbart, sie in einen Jrrtbnm führen wollen, er kann also nur wahrhaf-tig sevn. 4. Der allgemeine Menschcnsinn lehrt die Unendlichkeit Gottes,also die Unendlichkeit aller Vollkommenheiten Gottes, daher auch dieallervollkommeustc Wahrhaftigkeit Gottes. Denn der gesunde Men-schenverstand sagt schon: n. Derjenige, welcher so viele und großeDinge gemacht bat, sollte nicht das höchste, größte, mächtigste, besteWesen seyn? l>. Wer sollte Demjenigen Schranken setzen, welcherallen Dingen die Schranken gesetzt bat? §. Jedes Endliche kann eineandere wesentliche Existcnzart haben, cs kann größer, klei-ner, vollkommner, unvollkommner seyn. Es ist also nicht nothwcn-dig, nicht wesentlich so beschaffen, wie cs beschaffen ist; cs kann alsonicht das Wesen von sich seyn, indem das Wesen von sich alle seineBeschaffenheiten, Bestimmungen, nothwendig (nicht zufällig) bat,und statt derselben keine andere haben kann, eben deswegen, weildie ganze wesentliche Eristcnzart des Wesens von sich in der Noth-wendigkeit, Wesenheit desselben gegründet ist. Nur das unendlicheWesen ist nothwendig so bestimmt, wie cs bestimmt ist; in diesemkann cs keine (von Außen her zu bestimmende) Zufälligkeiten geben.
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