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Hebe zu Gott die Krone von Allem, also besser, als alles Arbei-ten, Schreiben, Lesen/Studircn, Spatziren . . . ist; aber dieserAusspruch sagt nichts gegen den wahren Werth der Metaphysik(die ja, wie gezeigt, ein so wiebtigeS Mittel zur Liebe gegenGott ist), und verwirft bloß das irrclcitende, die Grenzen derVernunft überfliegende, und die Offenbarung verschmähende Spcku-lircn. Uebrigens sind die auS der Vernunft und Offenbarung her-genoinmcncn Einwendungen gegen die Metaphysik und gegen dietliooloxm natural>8 im §. >2l aus der Vernunft und Offenbarungwiderlegt worden (durch welche Widerlegung zugleich einige Behaup-tungen des Heinroth berichtigt werden können).
' 2. Aber ist denn die Metaphysik, die natürliche Religion, zumGlauben an die Offenbarung durchaus noth wendig a priori?
Antwort: X. Eine wissenschaftliche Erkenntlich Gottesans der Vernunft, eine wissenschaftliche natürliche Theologie, dieMetaphysik, ist unstreitig nicht dazu noth wendig. Tenn, ob-gleich die wissenschaftliche Erkcnntniß so vielen Menschenunmöglich ist, die wegen Nahrungssorgen und Arbeiten, wegenMangels an Zeit und Geisteskraft sich nicht den Wissenschaftenwidmen können; so haben dieselben doch (nach dem Zeugnisse derGeschichte und der täglichen Erfahrung) einen festen, starken,unerschütterlichen Glauben. Moses und die Propheten ha-ben den Israeliten nicht erst die Existenz des Unendlichen, deSSelbstständigen, Allwahrhaften vordemonstrirt, ehe sic Glauben anGottes Offenbarungen forderten; sondern in den übernatürlichenTbatsachcn, in den Wundern der Allmacht und Allwissenheit, inden außerordentlichen Beweisen der Liebe und Treue, der Heiligkeitund Gerechtigkeit Gottes, der seine Verheißungen und Drohungenan dem israelitischen Volke so genau erfüllte, und dieses Volk wieauf Adlcrsflügcln trug und schützte, in diesen Thatsachen war demVolke Israel (und andern Völkern) die Allmacht und Allwissenbeit,die Liebe und Treue, die Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes sichtbarund fühlbar; es bedürfte also zum Glauben keiner tiefsinnigen Tr-monstrationcn, wofür ohnehin kein Volk empfänglich ist. Die Ge-schichte lehrt, daß die Israeliten durch die Assyrische und Babyloni-sche Gefangenschaft (die ihnen von den Propheten so oft als schreckli-che Strafe' angekündigt war), und durch die unter der außerordentli-chen Anordnung Gottes bewirkte Befreiung von der Gefangenschaftso in ihrer Ueberzeugung von dem allheiligcn und gerechten, wahr-haftigen und treuen, gütigen und gnädigen, allmächtigen und allwis-senden Gotte befestigt worden sind, daß sic nach dieser Gefangenschaftnie wieder in den Götzendienst fielen, zu dessen Tilgung sie Gott soAußerordentliches batten wirken sehen. Dem Christen sind die Voll-kommenheiten Gottes noch anschaulicher geworden, und zwar imGottmenschen, Jesus Ebristus.
8. Eine historische Kenntniß ist also znm Glauben hinrei-chend. So wird uns auch der Glaube an das menschliche Zeugnffauf historischem Wege möglich, auf welchem uns nämlich die Aucto-