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Handbuch der Philosophie :
(der Logik, Metaphysik, Moral- und Rechtsphilosophie)
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Schädliche kennen, entwickelte ihren Verstand an der Betrachtungund Unterscheidung der Naturgegenstände, half ihnen ihre Sprachebilden, und belehrte sic über ihr Verhältniß gegen einander. Jetzthat Gott nicht mehr nötlsig, sich dem Einzelnen zu offenbaren , weildie für die ganze Menschheit geschehene Offenbarung, und das daraufgebauete Lehr- und Erziebungsamt der Kirche dazu hinreicht. Sic-he die Tübinger Quartalschrift 1828, das vierte Heft.

b. Sobald man die (der ganzen Welt in die Augen leuchtende)Thatsachc der Offenbarung erkennt; so ist man auch schon überzeugt,daß man dieselbe gehörig untersuchen und anerkennen muß; man fin-det selbst in der Offenbarung die Lehre von der strengen Pflicht, alleOffenbarungen Gottes unbedingt zu glauben, und ist so von derPflicht, die geoffeubarten Lehren in ein gläubiges Gemüth aufzuneh-men, im höchsten Grade gewiß, e. Man ist überzeugt, daß Gottnoch manche, der menschlichen Vernunft unbekannte, wichtige Wahr-heiten (Geheimnisse), Sittengesetze offenbaren und ganz außerordent-liche Anstalten zur Erziehung des Menschengeschlechts treffen kann,und daß der Mensch verpflichtet ist, dieselben fest zu glauben und zubenutzen, sobald sie als von der ewigen Wahrheit ausgehende Lehren,Vorschriften, Anstalten erwiesen sind. 6. Ter Philosoph, welcherdie Wahrhaftigkeit und mehrere Vollkommenheiten Gottes aus sei-ner Vernunft erkennet, hat doch noch Aufschluß über manche Tingeuöthig , worüber ihm seine bloße Vernunft nicht Aufschluß gibt,z. B. über die Art, wie die menschliche Natur zur Erreichung ihresZiels unfähig geworden ist, wie die Wiedervereinigung des Men-schen mit Gott zu bewirken ist . . . e. Auch der spekulativ'stePhilosoph nährt in sich den Wunsch, nicht nur, daß sich Gott nä-her, unmittelbarer enthüllet haben möge, und aus der Wolke derVerborgenheit hervorgctreten sey, sondern auch, daß Gott diese sei-ne Offenbarung denjenigen Menschen, welche hinreichende Empfäng-lichkeit und Geneigtheit dazu haben, zu ihrer völligen Gewißheitkommen lasse. Tenn der wahre Freund der Wahrheit wünscht nichtbloß die deutlichen Spuren derselben, sondern auch die ausdrückli-chen Worte, die außerordentlichen Offenbarungen der Wahrheit znerkennen; er wird also gegen die wirklichen Offenbarungen, sobaldihm Kunde davon wird, durchaus nicht gleichgültig seyn können(Siehe in I. CH. A. Hcinroth's Psychologie (Leipzig 1827) denAussatz:Tie Seele und der offenbarte Gott.")

Es erhellet also hieraus, daß die Metaphysik gegen dieOffenbarung nicht gleichgültig macht, daß die Metaphysiksogar den Glauben an die Offenbarungslehren befördert, be-gründet, befestigt und gegen spitzfindige Einwürfesichert. Deshalb ist die Metaphysik in allen Jahrhunderten vonden religiösen Gelehrten als ein besonderes Beförderungsmittel derReligiosität geschätzt und behandelt worden. Wenn auch einigefromme Gelehrte gegen die Philosophie gleichgültig zu seyn schienen,und den Ausspruch thaten:Gott lieben ist bester, als vieles Phi-losophiren;" so war dieser Ausspruch zwar an sich recht, weil die

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