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gern und durften nach der Gerechtigkeit, denn sie werden gesättigt wer»den." Siehe Jenaer Literarurzcirung 1828 May. S. 218. 21S.
Das Resultat der ganzen metaphysischen Theologie ist also:„Gott ist der Allvollkommeuc, die unendliche Liebe,und zwar als Schöpfer, Erhalter, und letztes Ziel der vernünfti,gen Wesen."
Und hieran schließt sich die unmittelbare Folge: „Nur Gott sei,also dein Ziel; Gott liebe über Alles, und alles Andere liebe we-gen Gottes." Doch hierüber spricht ausführlich die Moralphilosophie.
§. 142.
Schlnßbernerkungen
über das Verhältniß -er Metaphysik zur höher» Offenbarung.
Außer dem, was bisher gelegentlich hie und da über diesesVerhältnis bemerkt ist, mögen hier folgende Bemerkungen stehen:
l. Wenn in der Metaphysik das Daseyn des Unendlichen,des unendlich weisen, heiligen, gütigen, wahrhaftigen Gottes,bewiesen ist; so braucht man nur noch ans der Geschichte die Tbak-sache der göttlichen Offenbarung zu erkennen, um die Wissenschaftmit dem Glauben (an alle Worte des sich offenbarenden Gottes)in die schönste Harmonie zu bringen. Aus der Metaphysik weißman ja alsdann, daß Gott, der Unendliche, wahrhaftig (allwis-send und allheilig) ist; daß man ihm also, wenn er sich offenbart,auf das Wort glauben kann und muß. Aus der Geschichte erken-net man, daß sich Gott (im alten und neuen Bunde) geoffenba-uet bat. Folglich ist nun der Philosoph, der dem Lichte der Ver-nunft und der Offenbarung folgt, nicht bloß ein wissender, sondernauch ein gläubiger Mensch; er ist Philosoph und Christ; er ist eindie Vernunft und die Offenbarung zweckmäßig verbindender Weise.Man denke nicht: „Ein solcher Philosoph hat die Offenbarung nichtnöthig, er darf gegen die Offenbarung gleichgültig scyn." Dennn. die Offenbarung ist unbedingt notbwendig; ohne die Of-fenbarung wäre die Erziehung des ersten Menschen und des ganze»Menschengeschlechts unmöglich gewesen; die menschliche Vernunfthätte weder im Anfänge, noch nachher ohne die Offenbarung sichentwickeln können; die Offenbarung ist nicht etwas bloß Zufälliges,hintcnnach zu der Vernunft Hinzukommendcs, sondern etwas mitihr zugleich und immer'Gesetztes, und doch von ihr Verschiedenes;schon vor dem Sündcnfalle war den ersten Menschen die Offenba-rung nothwendig, Gott würdigte die neugeschaffenen Menschen sei-nes Umganges und seiner erziehenden Vatersorge, bezeichncte ihnenseinen Willen als die Richtschnur ihres Handelns, schematisiere zurersten Uebungsprobe und zur Unterscheidung von dem Guten undBösen seinen Willen an sinnlichen Gegenständen, lehrte sie in derVoraussagung der Folgen ihrer Handlungsweise das Nützliche und