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Existenz der Acltern und Freunde, als von den guten Eigenschaf-ten der Aeltern und Freunde. Sogar das Kind von einigen Jah-ren unterscheidet unter vielen noch so schön gekleideten Mütternseine im schlechtesten Kleide da stehende Mutter, und strecket beideArme nach ihr aus. Ja der ganze Ge schichtglaube und un.ser ganzes Leben ist Zeuge davon, daß Menschen einander vonihrer innern Gesinnung, von ihrer Liebe, Wahrhaftigkeit, Redlich-keit und Tugend überzeugen können, und zwar so, daß gar keinemvernünftigen Zweifel mehr Platz übrig bleibt. Sollte nun Gott,der uns Vater und Mutter, der über alle Menschen erhaben ist,nicht auch durch seine Einwirkung auf uns, also faktisch, überzeu-gen können sowohl von seinem Dascyn, als von seinen Eigenschaf-ten, von seiner Liebe gegen uns, von seinem Willen, nns wahrhaftglücklich zu machen, und uns keineswegs in den Jrrthum und indas Verderben zu stürzen? — Und, wenn nun Gott einigenMenschen sich offenbart, und sie überzeugt, daß er es ist, undkein Anderer, der sich ihnen offenbart; sollten dann diese Menschen,wenn sie weise, tugendhaft, gottesfürchtig, wahrheits-liebend sind, diese Ueberzeugung Andern nicht mittheilcn kön-nen? Sollte man diesen Menschen, die ja die Wahrheit wissenund sagen wollen, den Glauben verweigern dürfen, wenn sicfogar durch Thaten, die alle menschliche Kraft übersteigen, durchMittheilung von Kenntnissen, zu deren Erreichung die sich selbstallein überlassene Vernunft nicht fähig ist, also durch Wunder derAllmacht und Allwissenheit beweisen, daß der allmächtige und all-wissende Herr der Natur zu ihnen geredet hat? Wenn unser (vonuns nie gesehener) König durch einen glaubwürdigen Zeugen (Ge-sandten),, welcher den König gesehen, gesprochen, und dessen huld-volle, sich stets gleichblcibende Gesinnung erfahren, nnd so fort-dauernde Beweise von dem edlen Charakter des Königs, von seinerWahrheitsliebe und Treue erkannt hat, uns seinen Willen in Be-ziehung auf uns bekannt machte, uns Aufträge gäbe, mit derenVollziehung große Belohnungen, mit deren Hintansetzung großeStrafen verbunden scyu sollten: so nehmen wir dieses menschlicheZcugniß von der Gesinnung und dem Willen des Königs als voll-gültig an, sobald wir von der hinreichenden Erkcnntniß und Wahr-heitsliebe des Gesandten überzeugt sind, sobald wir das Beglaubi-gungsschreiben, das Siegel des Königs erblicken, und von derAcchthcit des Beglaubigungsschreibens . . . gewiß sind: und wirsollten das Zeugnis; Gottes verwerfen dürfen, wenn er unsdurch seine Gesandten, die er durch die Beweise seiner Allmachtund Allwissenheit hinlänglich beglaubigt, seine Eigenschaften,seine Gesinnung, seinen Willen bekannt macht? Wir sollten berech-tigt seyn, Gott den Glauben nicht bciznmesscn, durch den gehaltlo-sen Vorwand: „wir sehen die Art und Weise nicht ein, wieGott seine Gesandten überzeugen könne, daß gerade er und keinLügcngcist sich ihnen offenbare"?
* Daß Gott auch die Menschen erziehen, die in die Seele derselben