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stimmt. So lernen die Tbiere einige Bewegungen des Körpers und eini-ge willkührliche Zeichen. Aber die menschliche Sprache lernen sie nicht;auch erfinden sie nichts Neues. Die Sprache der Tbiere ist keine eigent-liche Sprache, kein wülkührliches Zeichen; sondern ein ganz natürlichesZeichen ihrer Empfindungen, ein Zeichen, welches sie ohne allen Unter-richt und ohne Uebung haben.
** Daß Gott Dinge von verschiedenen Fähigkeiten erschaffen konnte, wermag das bezweifeln? Daß er aber den Dingen von verschiedenen Fähig- >keilen alle Fähigkeiten der vollkommensten Geschöpfe (daher den Thier-seelen die Vernunft) einst geben werde, wer kann das mit Grundebehaupten?
*** Sehr gründlich sind folgende, hierhin gehörige, Stellen der WienerJahrbücher: „Man hat die Tbiere als Zeugen für die Materialität derSeele angeführt. In den Pflanzen soll die Seele schlafen, in den Thie-ren träumen, in dem Menschen welchen. So wenig wir uns aber voneiner schlafenden Intelligenz einen Begriff machen können, eben so we-nig wissen wir etwas von dem, was im Tbiere vorgeht. Was im Men-schen obwaltet, weiß der Geist des Menschen; aber das Innere derThiere versteht Niemand außer Gott. Von dem gänzlich Unbekanntennun auf das Bekannte schließen wollen, ist sehr unphtlvsopbisch. Waswir in den Thieren bemerken, ist, daß sie strengen und unabänderlichenNaturgesetzen unterworfen sind; ein unüberwindlicher Instinkt beherrschtalle ihre Handlungen; und der Naturkundige weiß jetzt schon die ganzeArt und Lebensweise aller zahllosen künftigen Individuen der ihm be-kannten Gattungen. Denn, stets dieselben, sind sie unfähig, neue Com-binattonen zu machen; sie erfinden nichts, vervollkommnen nichts; diefolgenden sind nicht klüger, als die vorhergehenden, und können Alles,was diese üben,' ohne es gelernt zu haben. Hat irgend ein Thier eineneue Taktik der Dcrkbeidigung gegen die Schlingen der Menschen, eineneue Baukunst oder gesellige Ordnung erfunden? Bauer nicht die Schwal-be am Indus und Ganges ihre Nester, wie an der Weichsel und jenseitsdes Ebro? Der kunstreiche Biber hat seit Jahrtausenden von seiner Ge-schicklichkeit nichts eingebüßt, aber derselben auch nichts neues binzuge-setzt. Diese eiserne und unüberwindliche Gleichförmigkeit beweiset, daßdie Thiere einer Gewalt unterworfen sind, die sie nicht lenken können,und daß ihnen jeder Funke von Vernunft abgeht, kraft dessen sie überle-gen, verbinden, und mit Wahl sich bestimmen könnten."
8. Aus Vcrnunftgründen erkennen wir in Betreff derThierseelen:
1. Tie Thierseelen sind einfach. Man wendet hiegegen ein:s. Wenn man den Körper der Schlangen. . . theilt, so leben nochbeide Theile. Also ist die Seele in beiden Theilcn, und daher zer-schnitten. b. Aus den abgeschnittenen Theilen eines Polyps entste-hen neue Polype; also wird die Thierscele getheilt . . .
Antwort auf».: Tie Theile bewegen sich zwar noch einigeZeit; aber diese mechanische Bewegung ist von der Elasticität derNerven und Säfte entstanden, nicht aber durch die Bewegkraft derSeele. Tenn diese Bewegungen sind weder fortdauernd, noch so,wie sie im lebenden Körper entstehen. Ja alle diese Bewegungenkönnen bei tobten Körpern durch Elektricität und Galvanismus her-vorgebracht werden.
Antwort auf l,.: Aus den abgeschnittenen Theilen eines Po-lyps entstehen neue Polype, wie ans den Augen der Erdäpfel neuePflanzen entstehen. Nämlich in den Augen des Erdapfels ist die ganzePflanze cingchüllt; so sind auch in dem abgeschnittenen Theile des