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göttlichen Wortes ist die Unsterblichkeit der Seele gelehrt, b. Derganze Geist, Inhalt dcS Christeittbums athmet die Unsterblichkeitder Seele, c. Diese Unsterblichkeit ist uns in der IlufersteluingChristi anschaulich geworden. 6. Wozu das ganze ErlösungswerkJesu Christi, dcS Gottmenschen, wenn wir bloß zum Essen undTrinken, bloß für irdische, vorübergehende Genüsse und Gütergeschaffen wären?).
§. 116.
Einige Veinerkungen in Betreff der Thierscelen.
Von de» Thierscelen hat man einige Einwcndimgen gegen dieLehre über die menschliche Seele hergcnommcn. Es ist daher nichtüberflüssig, einige Bemerkungen in Betreff der Thierseeten (als An-hang) zur metaphysischen Psychologie hiiizuzusetzcn.
Was wir über die Thierscelen aus der Erfahrung wissen,ist kurz dieses:
Die Tbierc haben 1. einen äußeren Sinn mit irgend einemGrade der Unterscheidnngskraft; 2. eine sinnliche Einbildungs-kraft^ 3. ein sinnliches Bcgehrungsvermögcn; 4. einesinnliche Aufmerksamkeit; 5. das Vermögen, ähnlicheFälle zu erwarten; 6. sclbstthätige Bcwegkrast.
Die Thiere haben aber 1. kein höheres Erkenntnißver-mögen (Verstand und Vernunft), daher auch keine allgemei-nen'Begriffe, Urtheile, Schlüsse, keine Reflektion, keinSelbst bewußtseyn, daber auch kein Vermögen, gehabte Vor-stellungen zugleich mit dem Bewußtseyn. sie schon gehabt zu haben,zu erneuern; 2. kein höheres Begehrnngsvermögen, kei-nen freien Willen, daber auch keine Würde. Die Thiere also,die kein deutliches Bewußtseyn haben, daher keiner Sittlichkeit iinöSeligkeit fähig sind, können nicht Selbstzweck, sondern nur Sa-chen seyn, dazu bestimmt, den vernünftigen, würdevollen Wesenals Mittel zu deren Zwecken zu dienen, und dabei etwas Vergnü-gen, dessen sie gerade säbig sind, zu genießen.
* Daß die Thiere Vernunft hatten, bat man aus der Kunstfertigkeit,Schlauheit und auS ihrer Fähigkeit, von Menschen elwgFzu lernen, schließen wollen. Aber n. die.Kunstfertiqkeik derTbie-re ist aus ihrem Instinkte erklärbar. I>. Die «schlaubeit, Listder Thiere ist nur die Wirkung des äußern Sinnes, der sinnlichenEinbildungskraft, des Vermögens, ähnliche Fälle zu er-warten, und des sinnlichen Begehrungsvcrmvgens. Sonä-bert sich ein Wolf der Heerde', weil er hungrig ist; stürzr aber nicht aufsie ein, weil die größere Furcht vor den Hunden ihn abbält. Kommt«in anderer Wolf, der nun von den Hunden verfolgt wird: so Hort beidem ersten Wolke die Furcht vor den Hunden auf. Daber folgt er »oth-wendig dem Reize des Hungers, und raubt, e. Die Thiere lernen dieKünste bloß durch ihre sinnliche Einbildungskraft und denäußern Sinn. Denn durch den äußern sin» nehmen sic eine sinnli-che Vorstellung auf, und werden dabei durch den hinzuqefügtcn Reiz ge-zwungen , eine gewisse Bewegung des Körpers zu machen. Also diesesinnliche Vorstellung und die Vorstellung des Reizes verbinden sich.Wenn daher die sinnliche Vorstellung zurückkebrt; so kehrt auch die Vor-stellung des ReizeS zurück, welcher dieselbe Bewegung des Körpers be-