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Polyps Eier, in welchen der ganze Polyp cingcwickclt liegt, der also,wenn die nothwendige Disposition hinznkommt, ausgcbrütet wird.Dabei wird dann (was ja für immer in Bezichnng ans alle Seelenvom Allmächtigen von Ewigkeit her bestimmt seyn kann) die Thicr-secle erst jetzt (nach jener entstandenen Disposition) erschaffen,und dem Körper eingepflanzt; oder die schon vorhin von Gotterschaffene und dem körperlichen Keime cingepflanzte Seeleerhält nun erst den Grund der Möglichkeit zu wirken. —
2. Die Thierseelcn können als einfache Wesen von den Na- >turkräftcn nicht vernichtet werden.
3. Da die Thierc aber nur Sachen, nur Mittel fürvernünftige Wesen seyn können, und, wenn sic sterben, sol-che Mittel zu seyn anfhören; da sic durchaus keiner Sittlichkeit undSeligkeit, keines eigenen würdigen Zweckes fähig sind: so haben wirkeinen hinreichenden Grund zu behaupten, daß Gott die Thicrsccicnach der Auflösung ihres Körpers erhalten werde.
* Daß die Leibcneiniger Tbiere mit der gütigen Vorsehung ,'m Einklän-ge sieben, erhellet aus folgenden Reslerionen: 1. Die Thierc haben keinSelbsibewußtsey», sie sind sich nicht bewußt, daß sie es sind, dieleiden. Auch sehen sic wegen des Mangels der Vernunft manche Lei-den (insbesondere den Tod) nicht vorher. Beides vermindert sehr dasLeiden der Thierc. 2. Die Thierc haben auch viele Vergnügen, oh-ne dieselben zu verdienen. ;. Waren die Thierc nicht der Leidenfähig, so könnten sie von Menschen gar nicht regiert und benutzt wer-den. Das allgemeine Wohl fordert also diese Beschaffenheit der Tkie-rc. 4. Gott verbietet den Menschen jede unnörhige, grausame Behand-lung der Thierc.
Metaphysische Losmologre.
§. 117.
1. Die Welt ist dem Aaumc und der Zeit nach beschränkt-
Dieser Sah bedarf hier keines weitern Beweises, da schon inder Ontologie gezeigt ist, daß Raum und Zeit nicht unend-lich seyn können. Die Einwendungen, daß der wirkliche begrenzteRaum im Verhältnisse zu einem leeren Raume, und die wirklicheendliche Zeit im Verhältnisse zu einer leeren Zeit stehen wurde, sinddort ebenfalls widerlegt. Die Welt hat also einen Anfang in derZeit, und einen begrenzten Raum.
§. 118.
2. Eine jede zusammengesetzte Substanz in der Welt
besteht aus einfachen Theilen.
Es ist ja durchaus nnmöglich, daß cs eine absolute Mehrheit(Vielheit) ohne absolute Einheit, ein Verhältniß numerischen Unter-schiedes ohne numerisch unterschiedene Dinge gäbe. Wenn wir alsoauch keine Erfahrung von einfachen Dingen hätten (von unserer ein-fachen Seele haben wir die innerste Erfahrung): so haben wir dochvon zusammengesetzten Substanzen Erfahrung; und diese können (auSdem angeführten Grunde) ohne einfache Theile nicht seyn.