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Handbuch der Philosophie :
(der Logik, Metaphysik, Moral- und Rechtsphilosophie)
Entstehung
Seite
246
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tbätige Anschauung«! sind) in unserer Seele hervor. Diese Verän-derungen (Eindrücke) stellen sich dem Blicke der Seele unmittelbaranschaulich dar, und machen der Seele die thät i g e A n sch aunng(dieser Veränderungen) möglich (sie sind der Grund der Mög-lichkeit der Anschauung). Die Seele selbst bewirkt dann durchihre Erkenntnißkraft die thätige Anschauung der von außen ihr zu- dgekommene» Eindrücke; sie ist also das wirkende Princip, derGrund des DaseynS der Anschauungen dieser Eindrücke. ,Da diese Eindrücke in Beziehung auf die Seele passiv sind, soführen sie den auf sie gewandten Blick der Seele nothwcndig aufihr äußeres wirksames Princip, auf die außer der Seelebefindlichen, und gewisse Eindrücke in ihr hcrvorbringenden Kör« .per. Fragt man:Ist die Wirkung, welche die Körper auf >die Seele äußern, körperlich, oder geistig; so ist die Ant-wort: Diese von so vielen einfachen Elementen zusammengesetzteWirkung besteht nur in mehrere» Modifikationen der einfache» iSeele, und kann, insofern sie von körperlichen Elementen hervor- >gebracht ist, körperlich, insofern sie in der Seele, im Geiste,hervorgebracht ist, geistig genannt werden. Uebrigens ist cs klar, ,daß eS zwischen Körper und Geist noch ein Mittelding (das -bloß Einfache) gibt.

* Die übrigen Einwendungen sind leicht zu widerlegen, z. B.: ».dieSeele kennt den Mechanismus des Körpers nicht, also kann sie ihnnicht gehörig bewegen." Wie mancher kann auf einer Orgel spielen,ohne das Innere der Orgel zu kennen! k».Der Geist und die Ele-mente können sich nicht berühren." Aber t. wenn schon ein ein-faches Element das andere berühren kann, warum sollte nickt die ein- 'fache Seele, die weit mehr Kräfte hat, als die einfachen Elemente, 'dieselben berühren können? r. ES gibt auch eine Wirkung auf etwasentferntere Gegenstände (wie schon früher bewiesen ist).

** Siebe über diesen Gegenstand 8tattlvr» l>»uv«n<Ii,»n vliilnmiick'me S.LS?:s«1. S. «S-43S.

.4. Unsterblichkeit der Seele. ,

§. 114. >

Möglichkeit. z

Zur Unsterblichkeit der Seele gehört 1., daß sie stets fort-fäbrt zu seyn. Da die Seele einfach ist, also nickt in Thciteaufgelöset werden kann; so kann sie nicht durch die Natur-kräfte, die nur auflösen und zusammeiisetzcn können, zerstörtwerden. Und Gott, der Allmächtige, kann sie (auch nach derAuflösung der Verbindung der Seele mit dem Körper) erkalten. .

Zur Unstcrblickkeit der Seele gehört 2., daß sie stets fort-fährt zu leben, d. i. jenen Zustand behält, worin sic das nächste,vollständige Vermögen hat, zu denken, sich bewußt zuseyn. Im Zustande der Vereinigung dcö Leibes und der Seelebat die Seele sich viele Vorstellungen und Kenntnisse gesammelt,und bat daS Vermögen, diese Vorstellungen, Kenntnisse hcrvorzu-zichcn, wenn auch kein änßercs Objekt auf die Seele wirkt, und