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Handbuch der Philosophie :
(der Logik, Metaphysik, Moral- und Rechtsphilosophie)
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244
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Zur Antwort hierauf wird bewiese»:

2. Unsere Erfahrungen sind gerade so beschaffen, wiesie nur beschaffen seyn können, wenn der wechselseitigeEinfluß stattfindet.

Denn wäre die Bewegung keine wahre Wirkung des Strc-bens unserer Seele, den Körper zu bewegen; so wäre 4.alles Streben der L-ecle hiernach überflüssig und uncr- ,klarbar. Dieses Streben ist aber offenbar » verbunden

mit der Bewegung des Körpers und der daraus bcrvorgehendenVorstellung dieser Bewegung, welche (Bewegung und Vorstellung)immer auf jenes Streben folgen, und ohne jenes Streben nichtstattfindeu. Wollte man sagen, dieses Streben sei, bloß ein G rund >(eine Bedingung) der Möglichkeit der Bewegung, der Grundder Wirklichkeit sey aber in einem dritten Wesen; so streiten hie-gegen folgende Grunde: 1. Dann mußte, wie die passiv empfan-, gencn Eindrücke nur der Grund der Möglichkeit einer thätigen An-schauung sind, so auch das thätige Streben der Seele zur Be-wegung des Körpers »nr etwas Passives seyn (also thatig undnichtthätig zugleich), und das ist der erste Widerspruch. 2. Esmüßte der innere Zustand unserer Seele (einer Substanz), näm-lich dieses Streben unserer geistigen Substanz, eine un mittel-bare Bedingung der Möglichkeit eines cbcu-fallsinner« !Zustandes einer andern unterschiedenen Substanz, näm- hlich der veränderten Einwirknngskraft des Körpers auf unsere Seele,sepn können, und das ist der zweite Widerspruch (weil ja derGrund der Möglichkeit der inncrn Bestimmungen eines jeden Din- !ges immer innerlich, in den innern Bestimmungen selbst cnthal- !tcn, ist).

ö. Dann könnten die Hindernisse der Bewegung ohne diewabre Kraftanstreugung der Seele dagegen keinen erhöhcten Ein-druck auf die Seele machen, da wir doch eine stärkere Vorstellung,Empfijidnng der Hindernisse haben, wenn wir uns dagegen an- sstrengen.

' Daher sagt Stattlcr in seinem kurzen Entwürfe der Ungereimtheiten !der Komischen Philosophie S. 59. 4n:Der Grundirrthum des Känti-schen Systems beruhet auf diesen zwei Hauptsätzen: i. Die Erscheinungunsers äußern Sinnes von einer äußern Körpcrwelt im Raume und in lder Zeit ist nicht eine wahre Wirkung oon dieser äußern Kvrperwelt.Dieses ist schon ein Satz der Leibnitzischen luirmoni» pr»<;stÄl»lUt<i.

L. Auch die Vorstellrmq unsers innern Sinnes von einer Zeitfvlge un- 'serer eigenen innern Erscheinungen und Gedanken hat zum Gegen-stände keine reelle Zeitfolge unserer Erscheinungen und Gedanken...

Der Leibnistianer zerbrach zuerst die Sicherheit des äußern Sinnes.... .

Kant wagte nun den zweiten Schritt, und längnetc die Unfehlbarkeitdes innern Sinnes.... Kann es äußere Vorstellungen, Empfin-dungen geben ohne reelles Objekt; so kann es auch innere Vorstellun-gen, Empfindungen ohne reelles inneres Objekt geben, selbst dieVorstellung unsers Jch's kann bloß ideell, ohne reelles Objekt scy».

Kein Leibnitzianer kann jetzt dem Kam diese Folge widerlegen . . ."