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Handbuch der Philosophie :
(der Logik, Metaphysik, Moral- und Rechtsphilosophie)
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lichkeit, als der Verminst ohne allen Widerstreit als gut, das Ge- Igenthcil aber als nicht gut erscheint; so ist das Verabscheuen, Hint-auscizcn desselben von unscrm Willen gar nicht denkbar (wenn näm-lich aller Eigensinn, der übrigens nnt zu der Sinnlichkeit zu rech-nen ist-, entfernt wird). 4. Ist die Liebe zu einem Zwecke freiund wirksam geweckt-, so ist die Liebe, zu den einzig hinreichendenMitteln des Zweckes eine nothwendige Folge. Aus diese» notk-wendigcn Gesetzen läßt sich auf viele menschliche Handlungen mit .Gewißheit schließen. (Siche in der Fundamentalmctaphysik die !Lebre über die menschliche Auctorität).

* Die übrigen Einwendungen können leicht aus dem.Gesagten widerlegtwerden. Wer alle Einwürfe von Bayle, Voltaire, Robinct, Hu-ine . . . ., und die Widerlegung derselben ausführlich lesen will, der 'nehme Tittel's Erläuterungen der theoretischen Philosophie S. 25kbis 540, Beda Mayers Vcrtheidigung der Religion S. 92 bis128 und 8t»ttlvr'« p. 259 bis 293 zur Hand. j

!

4. Die Gemeinschaft (Verbindung) der Seele und des Leibes.

§. 111 .

Einleitung.

Die Frage:Wie kommt es, daß gewisse Veränderungen der jSeele mit gewissen einstimmigen Veränderungen des Leibes (und um-gekehrt) Zusammentreffen"? hat verschiedene Hypothesen veranlaßt,worunter drei die vorzüglichsten sind:

1. Gott nehme, behauptet Cartesius, von den Veränderun-

gen, welche in einem von den beiden Theilcn entstehen, Gelegen-heit, Veranlassung, die denselben entsprechenden Veränderungen imandern Theile augenblicklich hervorzubringcn, wie wenn manzwei von einander unabhängige Uhren jeden Augenblick so richtet, ^stellt, daß sie stpts im völlig gleichen Gange erhalten werden !(s^stemu enusnruin nccnslon.aliiim, ussistontiae). .

2. Gott hat, so lehrt Lcibnitz, gerade die Seele und de» >

Körper mit einander verbunden, wovon er vorhergeschen hat, daß ,

sie in allen Handlungen übcreinstimmen werden, und hat so beide '

Theile ursprünglich zu einer stets durchaus harmonischen Reihevon Veränderungen bestimmet (sz-stoma Iiarinvniue poaestabilitao).

3. Tic größere Zahl der Philosophen behauptet:Beide Theilewirken auf einander, so daß jeder die seinen eigene» Bestimmun-gen entsprechenden Bestimmungen des andern unmittelbar durchsich selbst hcrvorbringt (sz-stema mntui intluxus pk^sicl).

§. 112.

Entscheidende Gründe für den wechselseitigen Einfluß derSeele und des Leibes aufeinander.

1. Unsere Erfahrungen find gerade so beschaffen,wie sic beschaffen seyn müssen, wenn der wechsel-seitige Einfluß stattfind et.

Taß unsere sinnlichen Vorstellungen nur durch die Einwirkung