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Handbuch der Philosophie :
(der Logik, Metaphysik, Moral- und Rechtsphilosophie)
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Ziel dabei, (-»> eitr»), können sich ergänzen, und eine gemeinschaftlicheWirkung hervorbringcn.

** Wenn wir die Einfachheit unserer Seele angeschauct haben, dann erhe-ben wir uns vermittelst der Abstraktion zu dem allgemeinen Sage:Je-des denkende Wesen, welches sich seiner Einheit als Subjekt undUrsache der Gedanken bewußt ist, ist eine einfache Sub-stanz." Dieser Sah ist analytisch. Denn das Subjekt diiscs Sakeswiderspricht durch seinen Begriff eben so der Thcilbarkeit einer selbst(in gleichzeitige oder successivc Tbeile), als der Begriff von fwei geradenLinien dem Einschlüsse eines Raumes widerspricht.

Z. 106 .

Widerlegung der Einwendungen

1. Einw.:Das Gehirn ist ein besonderes Orzan, dazu be-stimmt, die Gedanken zn produzier», wie der Magen und die Einge-weide dazu diene», die Speisen zu digerireu.«

Antw.: 1. Der Magen empfängt Materien, dic nie ans dem Zu-stande der Materie austretcn, obgleich sic von den organischen Kräf-ten manche Veränderungen erleiden; das Gehirn aber bekommt Af-fektionen (Vibrationen), aus welchen, so sehr sie auch gestaltet wer-den mögen, nie ein Gedanke konstruirt werden kann. Denn1. wenn unsere Seele auf die von äußern Gcgcvständen gemachtenEinwirkungen, die durch die Organe bis zum Gehirne dringen, nichtaufmerksam ist: so entsteht noch keine Vorstellung, keine sinnlicheAnschauung; nur der Körper ist in Veränderung gesetzt, nicht dieSeele. Richtet aber die Seele ihre Aufmerksamkeit auf die durch ver-schiedene Organe eindringenden Eindrücke; so bringt sie die sinnlicheAnschauung der Eindrücke hervor, und zwar, ohne mehrere Be-hältnisse de r Empfindungen zu habe», wie doch der Körpermehrere Organe hat. Die Organe (des Körpers) empfangen zwardie Eindrücke der Gegenstände, aber sic haben keine Vorstellungdavon, und ein Organ (;. B. das Aiigc) weiß nichts vondem, was im andern (;. B. im Ohre) vorgeht. Hingegenwerden alle von den verschiedenen Organen aufgenommenen Eindrückeeinem einzigen Subjekte, Principe, übertragen, wel-ches sie empfindet, vergleicht, bcurtheilt. Dieses Sub-jekt, Princip, kann also nicht zusammengesetzt scvn; denn csmüßte sonst in verschiedenen Theilcn die verschiedenen von denverschiedenen Sinnen gelieferten Eindrücke aufncbmen (z. B. in einemTbeile die Eindrücke auf's Auge, im andern die Eindrücke auf's Ohr).Wenn also die geistigen Organe so mannigfaltig wären, wie die Or-gane des Körpers, des Gehirns, in welchem sich alle körperliche Or-gane vereinigen; wer könnte sic dann verbinden, vergleichen, bcur-theilcn? Was hiervon den verschiedenen Empfindungen ge-sagt ist, gilt auch von den verschiedenen Begriffen, Ur-thrilen, Schlüssen, Gefühlen, Begierden. Wir ha-ben nicht ein anderes Subjekt, Princip für die Begriffe, ein ande-res für die Urthcile und Schlüffe, ein anderes für die Empfindungen,Gefühle, Begierden. Es ist immer und überall das nämliche Ich,