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zen erhalten neue reale Modifikationen, und bringen (entwederwechselseitig oder nicht wechselseitig) in den andern solche Modifika-tionen hervor. So wird durch die Vereinigung des Leibes mit derSeele die Seele intensiv durch die sinnlichen Vorstellungen aus-gebildet, und die Seele vervollkommnet den Leib durch Bewegung,Pflege ....
§. 97 .
Das Entstehen und Vergehen des Zusammengesetzten.
Entstellen heißt anfangcn zu cristircn; vergehen (zu Grun-de gehen) heißt aufhören zu cristircn.
Das Zusammengesetzte kann ohne Erschaffung entstehen, undohne Annihilation vergehen; weil mehrere schon existirende Substan-zen zu einem Ganzen zusammengesetzt werden können, und, wenn siczusammengesetzt sind, wieder getrennt werden können, wo daun dasGanze, was sic bildeten, ausbört.
Zusammengesetzte Dinge sind ähnlich, wenn ihre Thcile undihre Art der Zusammensetzung ähnlich sind; unähnlich,wenn die Thcile oder doch die Art der Zusammensetzung verschie-den sind.
§. 98 .
Ucber Regeln bei der Beförderung der Vollkommen-heit der Dinge.
Eine Regel ist ein Urtheil, welches eine Ursache als paffendzu einer Wirkung (wie ein Mittel zum Zwecke) darstcllt, und gleicheiner Zdealursachc fähig ist, die wirkende vernünftige Ursache zuleiten; — oder: ist ein Urtheil, welches irgend eine Handlungfür ein Mittel zum Zwecke erklärt. !
Daß es Regeln gibt, wie man jegliche Vollkommen-heit der Dinge vermittelst der Verbindung befördern könne,erhellet daraus, weil die zu erreichende Vollkommenheit wie derZweck, und die Kräfte der Ursachen wie Mittel zum Zwecke be-trachtet werden können, weil man also auch Urtheile gestalten >kann^, welche dieses Vcrhältniß ausdrücken, und bei'm Handeln das !vernünftige Princip leiten können.
Der Zweck bestimmt die Art der Mittel. Wenn nun bei dem .nämlichen Dinge verschiedene Vollkommenheiten erreicht werden sol-len; so können die Mittel nicht nur unter einander verschieden,svndem sogar widersprechend seyn, wenn die Vollkommenheitenselbst sich leicht ausschlicßen. So entsteht dann ein Widerstreit derRegeln und Vollkommenheiten (eollislo). Dieser Widerstreit machtdann eine Ausnahme (die Vernachlässigung einer andern Voll-kommenheit und Regel) nothwendig.
Die ganze Güte des Mittels, als Mittels, besteht nichtin der absoluten, sondern nur in der respektiven Güte, in >der passenden Kraft, den Zweck zu erreichen. So hat zwar einegoldene Feder in einer Uhr als Gold einen hohen Werth, aber gar