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(Beweggrund), Zweckursache (Zweck, Ziel), Gelrgenbeits-ursache (Gelegenheit), und Ideal Ursache (Ideal). —
1. Beweggrund ist dasjenige, dessen erkannte Güte oderBösartigkeit die vernünftige Ursache zum Handeln antreibt (stimmet).
2. Zweck ist dasjenige, dessen vorher ge sc bene Güte oderBösartigkeit (an und für sich oder in Beziehung auf etwas Anderes)die vernünftige Ursache zum Handeln stimmet. Ist die vorhcrgcsehcneGüte an und für sich, absolut schon geeignet, den Willen zu stim-men; so ist der Zweck kein untergeordneter Zweck, sondern End-zweck.
3. Gelege nheitsursa che ist dasjenige, dessen bloße Erkennt«niß, ohne daß diese Erkcnntniß eine Güte oder Bösartigkeit des Din-ges darstellt, wie eine zufällige Ursache die wirkende Ursache zumHandeln stimmt. So kann das Glockcngeläutc dem Frommen eineGelcgenhcitsursache zum Eintritte in die Kirche scyn.
4. Ideal ist eine Vorstellung, wovon die wirkende Ursache inder Bewirkung einer Sache, die Aehnlichkeit mit der Vorstellung ha-ben soll, geleitet wird. Solche Ursachen sind die Regeln.
* Alle Jntentionalursachen gehören zur materiellen Ursache, indem diebloße Kenntniß den Willensakt nur möglich macht.
§. 92.
Begriffe, die sich auf den Grund, die Ursache, dasGegründete und Gewirkte beziehen.
1. Der Grund der Existenz einer verschiedenen Realität scyn,heißt handeln, Hervorbringen (a^cre, prostucerc). DieseErklärung paßt auf alle mögliche Handlungen. Folgende Erklärun-gen sind aber nicht allgemein: s. Handeln heißt, der hinreichendeGrund der Veränderung eines Zustandes in sich selbst seyn. l>. Han-deln heißt, der Grund einer Veränderung seyn. c. Handeln heißt,der Grund der Existenz einer verschiedenen Beziehung seyn. DieHandlung ist entweder immanent (actio all intra), wenn diegegründete verschiedene Realität im Handelnden selbst ist (z. B. derGedanke ist im denkenden Wesen); oder hinübergehend (tran-8icn8, actio aä extra), wenn die gegründete verschiedene Realitätin einem von Handelnden Unterschiedenen und Leidenden ist (z. B.wenn eine Kugel auf die andere stößt, und dieselbe in Bewe-gung setzt).
2. Leiden heißt, eine Realität empfangen, wovon der Grundder Existenz in einem realunterschiedenen Dinge ist.
3. Kraft (vis activa, faculta8 a^encli) ist der Grund derExistenz einer Realität, welchen das handelnde Wesen in sich enthält.Ist dieser Grund vollständig hinreichend, so ist die Kraft vollständig.
4. Erschaffung,ist die Handlung einer solchen Ursache, dieohne jegliche andere Ursache (sowohl ohne materiale, als wirkendeUrsache) handelt. Daher heißt erschaffen so viel, als Etwas ausNichts machen.
5. Erzeugung ist die Handlung eines Princips, welches eines