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dm mit einem andern Dinge (daS Gegründete desselben) ist jenes,durch dessen Existenz auch die Existenz eines andern Dinges, alsdes hinreichenden Grundes, gesetzt wird. ^ coneomitantiverbunden sind jene Dinge, die so beschaffen sind, daß, wenn mandie Existenz des einen setzt, auch die Existenz des andern, als desim nämlichen hinreichenden Grunde Gegründeten, setzt.
Dasjenige, welches ohne alle Verbindung mit einem andernDinge eristircn kann, wird das absolute, unbedingte Wesengenannt. Was aber nur in einer Verbindung mit einem andernDinge eristircn kann, ist ein im Existireu bedingtes, relati-ves Ding.
§. 89 .
Grnnd und Ursache, Gegründetes nnd Gewirktes.
Grund, Princip überhaupt, ist dasjenige, welches a priorimit einem andern Dinge verbunden ist. Gegründetes, Prin-cipiatnm, ist. dasjenige, welches n posteriori mit einem andernverbunden ist.
Jener Grund, dessen Gegründetes vom Grunde ganz unter-schieden, von demselben trennbar (also nur zufällig und veränder-lich damit verbunden ist), heißt Ursache; nnd das so Gegründeteheißt Wirkung. —
Causalität ist der Grund, welchen die Ursache enthält, nnddurch welchen sie n priori mit der Wirkung verbunden werden kann.
§. 90 .
Eintheilung der Ursachen.
Die Ursachen werden eingetheilt 1. in solche, deren wirklicheExistenz mit einer Wirkung verbunden ist, und in solche, derenErkennt» iß (also deren Existenz in dem Geiste einer vernünf-tigen, wollenden Ursache) mit einer Wirkung verbunden ist. Dieseletztere Ursache heißt auch Intentional Ursache.
2. Die erstere Ursache wird eingetheilt in den Grund der Mög-lichkeit einer Wirkung, welcher Grund ein aufnehmendes, fä-higes Subjekt ist (diese Ursache wird wohl materielle Ursa-che genannt), — und in den Grund der Existenz der Wirkung,daher heißt diese Ursache die wirkende, wirksame Ursache. Soist unsere Seele in Beziehung auf die äußern sinnlichen Vorstellun-gen eine Bedingung, ein Grund der Möglichkeit ihres Dascyns; sosind auch die sinnlichen Eindrücke ein Grund der Möglichkeitder thätigen Anschauung derselben. Von der thätigcn An-schauung der sinnlichen Eindrücke ist aber unsere Seele selbst diewirkende Ursache, so wie auch die Gegenstände außer uns durch ihreEinwirkung auf uns wirkende Ursachen der Entstehung der Ein-drücke in unserer Seele sind. Wir sind uns bewußt, daß wir oft denEinwirkungen von Außen uns entziehen wollen (z. B. dem einbrcchcn-den Platzregen), daß wir uns also hier passiv bloß als ausnehmendeSubjekte verhalten; daß wir aber die thätige Anschauung selbst her-