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bar; jede Hälfte der Linie besteht eben sowohl ans unendlichenDbeilen, als die ganze Linie. Ter Körper kann also nie an dieHälfte der Linie, geschweige an das Ende derselbenkommen. A ntw.: Der ganze Cinwurf beruhet auf der Annahmeeiner unmöglichen Sache, nämlich der unendlichen Theilbarkeit desRaumes.
b. Wenn sich ein Körper bewegt, so würde er zugleich inBewegung und in Ruhe seyn; denn er ist in jedem Zeitpunktein einem Raume, der dem Körper gleich ist, also in jedem Augen-blicke in Ruhe. Sollte er sich nun wirklich bewegen, so müßte erin jedem Augenblicke zugleich in Bewegung, so wie in Ruhe seyn.Antw.: In jedem Zeitpunkte kann freilich jedes Ding nur in einemPunkte des Raumes seyn; aber, wenn es mm in diesem Punktenicht länger verweilt, wenn es, statt dort mehrere Zeitpunkteauszuruhen, sich gleich fortbewegt; so ist cs wahrlich nicht in Ruheund Bewegung zugleich; es ist in diesem Falle sogar in der größ-ten Beivegung.
e. Man nehme eine Fläche von 4 Fuß Länge, lege darauf zweiKörper, jeden von 2 Fuß Länge, so daß ihre Enden sich in derMitte der Fläche berühren. Beide Körper lasse man mit gleicherGeschwindigkeit sich über einander hin bewegen, so daß eine in dieStelle des andern kommt. Dann wird jeder dieser Körper eine Flä-che von 4 Fuß durchlaufen seyn; und doch hat jeder dieser Körpersich nur 2 Fuß bewegt. Das ist ein Widerspruch. Also sstbt es keineBewegung. Antw.: Das äußerste Ende deS einen Körpers, derin der Mitte der Fläche das äußerste Ende des andern berührt, macht,wenn der Körper sich über den andern bis zum andern äußersten Endedesselben bewegt, nur 2 Fuß ab; so macht auch jeder folgende Theil(also selbst der letzte) nur 2 Fuß ab, da er ja nickt bis zum äußer-sten Ende des andern, wohin nur sein äußerstes Ende gelangt,kommen kann.
5. Ursache und Wirkung.
§. 68 .
(Wirksam) Verbundene Dinge.
Verbundene Dinge (coaaexa) heißen jene, die so beschaf-fen sind, daß, wenn die Existenz des einen gesetzt wird, auch dieExistenz des andern gesetzt, und, wenn die Existenz des einen nichtgesetzt wird, auch die Existenz des andern nicht gesetzt wird.
Verbindung der Dinge ist also der Grund, woraus man er-kennet, daß nach der gesetzten Existenz des einen auch die Existenzdes andern, und nach nicht gesetzter Existenz des eine« auch die Exi-stenz des andern nicht gesetzt wird.
^ priori verbunden mit einem andern Dinge (Grund des-selben) ist jenes, welches so beschaffen ist, daß, wenn cs nicht alsexistirend gesetzt wird, auch die Existenz eines andern Dinges, alsdes Gegründe-ten, nicht gesetzt wird, postoriori verbun-