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Handbuch der Philosophie :
(der Logik, Metaphysik, Moral- und Rechtsphilosophie)
Entstehung
Seite
218
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ohne die Stetigkeit archulösen. Im physischen Oontinuumaber wurde die vorhandene Stetigkeit aufgelöset, wenn man einenncncn Theil dazwischen setzte. Tenn man müßte erst die PhysischeEinigung auflöscn, um einen neuen Theil dazwischen setzen zukönnen.

Wenn bei den Bewegungen immer die nämliche Schnelligkeitbeobachtet wird; so ist die Aufeinanderfolge der immer ähnlichenSchnelligkeiten ein succcssivcs logisches Oontinnum.

Hieraus crgicbt sich die Auflösung mehrerer Fragen, und ins-besondere mehrerer Einwürfe des Zeno gegen die Realität der Be-wegung. Nämlich:

1. Sind zwei stetige Bewegungen von verschiede-ner Schnelligkeit möglich, da doch die langsamere Bewegungallemal durch eine Ruhe, ein Verweilen in den einzelnen kleinstenPunkten des Raumes abgebrochen wird?

Antw.: Obgleich die langsamere Bewegung, die Aufeinander-folge, die wechselseitig ans Bewegung und Ruhe besteht, nicht ste-tig ist; so ist doch die Schnelligkeit der Bewegung, das Ver-hältnis des durchlaufenen Raumes zur Zeit, immer das Nämliche,ist also stetig.

Wie aber ist eine Bewegung, die durch Ruhe unterbrochenwird, möglich? Wie die Kräfte des Verstandes bei einem Geistegrößer sind, als bei'm andern, so daß er in der nämlichen Zeitmehrere Gedanken abmacht, als ein anderer Geist: so sind auch diebewegenden Kräfte stärker oder schwächer, und können daher meh-rere oder nur wenigere Ortsveränderungen in ihrem Subjekte inder nämlichen Zeit hervorbringcn.

2. Sind die schnellsten Bewegungen stetig?

Antw.: Da die schnellsten Bewegungen jene sind, welche in

den kleinsten Zeitmomenten die einzelnen kleinsten Punkte des Rau-mes abmachcn; so ist gar keine Unterbrechung möglich, die Einheitist dieselbe, die Bewegung ist also stetig.

3. Kann man in dem einzelnen kleinsten Zeitpunkte mehr, alseinen Punkt des Raumes zurücklegen?

Antw.: Nein, weil man sonst zur nämlichen Zeit an zweiOrten seyn könnte. Wenn also die Schildkröte nicht injedem Punkte des Raumes ruhete, so würde sie mitdem Achilles einen gleichen Raum zurücklegen. Undwirklich in dem ersten kleinsten Zeitpunkte durchlaufen beide nurden kleinsten Punkt des Raumes.

Hiermit fällt jene Einwendung des Zeno (gegen die Realitätder Bewegung), welche der Achilles genannt wird.

4. Außerdem hat Zeno folgende Einwürfe gegen die Bewe-gung gemacht: s. Wenn ein Körper sich bewegt, so durchläuft ereine Linie von einem Punkte bis zum andern. Er muß also, cheer an den letzten Punkt kommt, die Hälfte der Linie zurückgelegthaben. Nun aber ist jeder Raum in'6 Uneudlichc theil-