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Handbuch der Philosophie :
(der Logik, Metaphysik, Moral- und Rechtsphilosophie)
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L 87.

Einige besondere Begriffe, die sich auf Raum und Zeit

beziehen.

1. Die Lokalbewegung.

Lokal beweg ung ist die Veränderung des respcktiven Ortsvoll einem Orte in den andern.

Ruhe ist die Fortdauer ohne Veränderung des Ortes.

/ Die Richtung der Bewegung (stiredäo motus) ist die Lage! des Ortes, zu welchem ein Ding aus einem Orte strebt (sich bewegt).

Schnelligkeit der Bewegung ist das Vcrhältniß deS durch-j laufenen Raumes zur Zeit, worin er durchlaufen ist. Größer istalso die Schnelligkeit, wenn der Raum im Verhältnisse der nämli-l chen Zeit bei einem bewegten Dinge größer ist, als bei'm andern.Die höchste Schnelligkeit ist dann da, wenn das Bewegliche inden einzelnen kleinsten Zeitmomenten die einzeln anein-ander grenzenden Oerter (Theile deS Raumes) durchläuft.Bei jeder Bewegung, die nicht die schnellste ist, bedarf das Be-wegliche zum Durchlaufen der einzelnen kleinsten Punkte des Rau-mes mehrerer von den einzelnen kleinsten Zeitpunkten, und ver-weilt also eine Zeitlang in den einzelnen kleinsten Punkten desRaumes, und zwar um so länger, je langsamer die Bewe-gung ist.

3. Die stetige Größe überhaupt, und die stetige Bewe-gung insbesondere.

Die stetige Größe (Oontinunm) ist jenes ausgedehnte Gro-ße , welches in allen seinen Theilen die nämliche Einheit bewahrt.Stetigkeit ist also die Identität der Einheit in allen Theileneines ausgedehnten Großen. Zur Stetigkeit gehört 1. Größe (eine! Mehrheit der Theile); 2. Aehnlichkeit der Theile (daher machen

! zwei unähnliche Dinge, z. B. Seele und Leib, keine Stetigkeit aus);

3. die nämliche Einheit (so wird die gleich große Entfernung derBäume in einer Allee als die nämliche Einheit betrachtet, undmacht so eine logische Stetigkeit aus).

Das Stetige ist entweder gleichzeitig, oder aufeinan-derfolgend, entweder physiich oder logisch (je nachdem dieTheile gleichzeitig oder successiv existiren, und die Einheit physischoder logisch ist).

Das Stetige ist also vom Angrenzenden (cvnliAuum)verschieden. So sind die Theile deS logischen Oonlmnum nichtuothwendig neben cinandergestelltc, sich berührende Dinge; ja nichteinmal Realitäten brauchen diese Theile zu scyn, sie können auchbloß äußere Beziehungen ausmachen. In jenem logischen Conti-nuum, welches nicht aus aneinander grenzenden, sondern bloßaus ähnlichen Theilen besteht (z. B. in einer stetigen Ordnung, ineinem stetigen Verhältnisse) können neue ähnliche Theile hiuzugesctztwerden. So kann man zwischen j, K... setzen jZ...,