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Handbuch der Philosophie :
(der Logik, Metaphysik, Moral- und Rechtsphilosophie)
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seine Allgemcrngültigkcit und Nothivendigkeit. Folglich verschwindetder Einwurf:Die äußere Erfahrung setzt die Vorstellung desRaumes als den Grund der Möglichkeit schon voraus; die Vor-stellung des Raumes kann also nicht aus der empirische» Wahrnch,Mllug zuerst entspringen". Denn freilich wird der mögliche undwirkliche Raum schon vorausgesetzt, ehe ich den Raum selbst er-fahren kann; aber die Erfahrung, Vorstellung des Raumes ist gleichmit der Erfahrung, Vorstellung der außer einander eristireudeu,also einen Raum ausmachendcn Dinge enge verbunden.Die VorstellungRaum" wird also nicht als ein Ganzes voraus-gesetzt, und dann erst die Vorstellung gerade dieses Raumes,als eines Theiles, hcrvorgcbracht; eben so wenig, als die Vor-stellungBaum" schön vorausgesetzt wird, che man irgend einenbestimmten Baum wahrgenommcn hat. Dieser bestimmte Raum istfreilich ein Theil des allgemeinen Raumes, ist unter dem allge-meinen BegriffeRaum" enthalten; aber daraus folgt nicht, daßder allgemeine BegriffRaum" schon vorher in uns war, ehe wireinen bestimmten wahrnahinen.

b. Der Raum, metaphysisch genommen, als etwas reell Mög-liches, ist ewig und nothwendig (wie alle Möglichkeiten ewig,und nothwendig sind); wenn man auch alle Tinge wcgdcnkt, sobleibt doch der (mögliche) Raum noch übrig. Der wirkliche Raumist, als etwas Eristirendes, entstanden, und zwar mit den eutstan- ^denen unterschiedene» Dingen. Obgleich der eristirendc Raum ohnedie unterschiedenen Dinge nicht eristircn kann; so kann man doch !den möglichen Raum (der mit den möglichen unterschiedenen Dingenverbunden ist) abstrahiren, und ihm Größe, Ausdehnung und an- !dere Eigenschaften beilegen, so wie man eine Zahl als etwasMögliches abstrahiren, und von ihr gewisse Eigenschaften, Vcr- !hältniffe . . . aussagen kann, obgleich die Zahl ohne gezählte zSachen nicht eristircn kann. !

e. Der Raum ist ein objektives Vcrhältniß, der BegriffRaum"ist ein Verhältnißbegriff. Wenn wir auch alle eristirendcDinge mit allen eristir enden Verhältnissen wegdenken; so bleibtdoch noch die Vorstellung vom Raume, nämlich vom möglichenRaume, der mit den möglichen unterschiedenen Dingen, die nuraußer einander möglich sind, nothwendig verbunden ist. ,

6. Raum ist also nicht das allgemeine Nichts, welchesman nothwendig, unermeßlich nannte; ist nicht ein körperlichesoder un körperlich es Etwas, worin, wie in einem Behälterdie Dinge eristircn. Der Begriff vom Raume ist keine Trugidcc,denn der mögliche Raum ist reell möglich, kann wirklich cri-stircn, zwar nicht für sich ohne wirkliche Dinge; sonderner eristirt mit den wirklichen unterschiedenen Dingen, die noth-wcndig außer einander sind, d. i. einen Raum ausmachen.

o. Raum ist keine Form der Sinnlichkeit. Denn daß wir 'alle endlichen Dinge als im Raume eristirendc Dinge denken müssen,kommt vom Objekte her, weil nämlich diese Objekte nicht anders,