möglich. 2. Zn jeder Zahl läßt sich noch immer eine Ein-heit hiii Zusehen; die Zahl ist also nie vollendet, ist immer be-grenzt, endlich.
Aus diesem Beweise erhellet, daß das Unendliche nicht auSuiiciidlich vielen Realitäten bestehen kann (indem eine unendlicheZahl ein Widerspruch ist), daß das Unendliche vielmehr ein ein-faches Wesen ist, welches allwissend, allmächtig. . . ist. Einemsolchen Wesen kann nichts mehr hinzugcsetzt werden. Da cs allesMögliche und Wirkliche weiß, alles innerlich Mögliche Hervorbrin-gen kann; so läßt sich keine größere Wissenschaft und Macht denken.
Ein mathematisches Verhältnis ist die Beziehung einerQuantität auf eine Einheit, die als ein Theil von ihr betrachtetwird. Um ein mathematisches Verhältniß zu erkennen, muß mauwissen, wie oft die Einheit in der Quantität enthalte» ist; denndie Quantität ist die Vielheit derselben Einheiten. Verhältnisse sindähnlich, wenn die Quantität des einen Verhältnisses seine Einheitso oft enthält, als die Quantität des andern seine Einheit enthält.
Jene Zakl oder Größe, die man für die Einheit annimmt,um das Verbältniß einer andern Zahl oder Größe zu finden, wirddas Maaß (menmira) genannt. Daß dieses dem zu messendenDinge ähnlich (mit ihm homogen) seyn muß, ist offenbar.
§. 85.
3. R a n m.
1) Wir nehmen unterschiedene Dinge außer uns wahr(Dinge, welche sogar entgegengesetzte Wirkungen hcrvorbringen, z. B.Wasser und Feuer, freundliche und feindselige Menschen). DieseDinge sind außer einander, d. i. sie machen einen Raum aus(einen empirischen, physischen Raum). Hier entsteht also dieVorstellung von einem bestimmten Raume, eben so, wie dieVorstellung von der bestimmten Rose, die wir jetzt schauen.
2) Unterschiedene Dinge sind nothrvendig außer einander,sic sind nicht in einem und demselben einfachen Subjekte möglich(»ach dem Principe des Widerspruchs). Also müssen unterschiedeneDinge einen Raum ausmachen, sic sind nicht anders, als iniRanme möglich. Wirkliche unterschiedene Dinge haben also alsein nvthwcndiges Attribut einen wirklich cristirendcn Raum; mög-liche unterschiedene Dinge haben als ein nothwendiges Attributeinen möglichen (nothwendigen) Raum. Wenn man also auch allewirkliche Dinge wegdenkt, so bleibt doch der reale Begriff „Raum",nämlich der mögliche (metaphysische) Raum, welcher möglicheunterschiedene Dinge voraussetzt. Der objektiv richtige Begriff vomRaume ist demnach: „Raum ist das Außereinanderscyn unterschie-dener Dinge, oder Raum ist der Unterschied in der Eoeristenz un-terschiedener Dinge".
* Ein Ork ist der Unterschied in der Art der Eoeristenz unterschiedener
Dinge. Mehrere Ocrler machen einen Raum aus.
. Folgerungen: n. Ter Begriff „Raum" ist also aus derErfahrung abstrahirt, erhält aber nicht durch die bloße Erfahrung
(4 *