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als im Raume, eristiren können. Hieraus erhellet zugleich derGrund, warum wir l. das Unendliche nicht als ein im Raumeeristirendes Wesen denken können. Denn nur endliche Dinge,nicht das Unendliche, können mehrere, reell unterschiedene Dingeseyn, die also in der Art der Coeristenz verschieden, die außer ein-ander sind. 2. Erhellet daraus der Grund, warum wir unsereverschiedene Vorstellungen nicht als einen Raum ausma-chcnde Dinge denken können; weil nämlich unsere Vorstellungen alslauter wechselnde Zustände des nämlichen Subjekts in ihrem Bei-sammenseyn mit dem Subjekte nie einen Widerspruch mit ihm ent-halten, also nicht außer dem Subjekte eristiren, also auchnicht mit ihm und unter sich einen Raum ausmachen können.Wäre aber unsere Sinnlichkeit so geformt, daß wir Alles im Raumeund in der Zeit verstellen müßten; so mußten wir auch Gott undunsere Vorstellungen darin denken.
f. Der Raum ist nicht unendlich; denn der Raum ist HnAttribut der unterschiedenen Dinge. Nun aber sind unend-lich viele unterschiedene Dinge unmöglich, weil eine unendlicheZahl unmöglich ist. Also kann der Raum nur endlich seyn.
A. Außer dem wirklich cristirenden begrenzten Raume ist alsonur noch ein möglicher reeller Raum, der aber auch nur als einendlicher Raum innerlich objektiv möglich ist. Weil nämlich keineunendlich viele gleichzeitige Dinge möglich sind, so ist auch keinunendlicher Raum möglich. Die Grenze des möglichen Raumeswird also bestimmt durch die selbst begrenzte Möglichkeit der Mehr-heit begrenzter Substanzen. Der wirklich eristirendc Raum ist alsonicht umgeben von einem leeren Raume, sondern von einemreell möglichciz, und steht nicht mit einem leeren Raume im Ver-hältnisse, sondern mit einem reell möglichen, der dann wirklichwird, wenn mehrere unterschiedene Dinge entstehen. Unser allge-meine Begriff über den möglichen Raum ist über die möglicheGröße nur »»bestimmt, ohne eine unendliche Größe desselbenvorzustellcn; er umfasset nämlich alle numerisch verschiedeneDinge mit allem ihren möglichen gleichzeitigen Beisammenseyn,ohne zu bestimmen, wie viele zugleich beisammen einen eri-stircnde» Raum ausmachen können. Die Geometrie kann die un-endliche Theilbarkeit des Raumes nur in dem eben bezeichnet«»Sinne als reell annehmen, wenn sie nämlich den Raum als inunbestimmbar viele Theile zerlegbar verstellt. Die geome-trischen Sätze, die sich auf die unendliche Theilbarkeit beziehen,bleiben deswegen wahr, nnd stehen mit der Erfahrung nicht in»Widerspruche, »veil wir bei aller Schärfe unserer Sinne doch nichtzu den kleinsten, einfachen Theilcn hindringen können. Uebrigensist nicht zu übersehen, daß der geometrische Raum bloß etwasIdeelles, Erdichtetes ist, indem ein mathematischer Punkt,eine mathematische Linie und Fläche gar nicht eristiren kann. So«st auch die unendliche Theilbarkeit einer Linie ein objektiver Wi-derspruch. —