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Handbuch der Philosophie :
(der Logik, Metaphysik, Moral- und Rechtsphilosophie)
Entstehung
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stenz, welcke scho» im Wesen selbst gegründet ist, welche alsonicht an ge fangen, nicht geworden ist. Daher

§. 14.

I. Grundsatz für alles Gewordene:AllcS, waS ge-schieht, wird (was also so eristirt, daß cs auch hätte nicht eri-stiren können) hat einen (von sciner Möglichkeit verschiedenen) hin-reichenden Grund seines Daseyns".

Die Bestandtheile dieses Satzes, die alle im unmit-telbaren Bewußtseyn gegründet sind, sind folgende:

1. Nicht Alles, was objektiv erkennbar (objektiv mög-lich) ist, eristirt.

Den» unser Bewußtseyn bezeugt uns die Entstehung mancherVorstellungen, Gefühle, Begierden. Nun sind dieses lauter er-kennbare, mögliche Gegenstände, die jetzt da sind, obgleich sievorhin nicht da waren. Also eristirt nicht Alles, was möglichist, eben so unveränderlich, als es möglich ist. Daß die Mög-lichkeit unveränderlich und ewig ist, folgt daraus, weil das a»sich Erkennbare ewig unveränderlich erkennbar, denkbar bleibt, undnie undenkbar, unerkennbar werden kann. Folglich ist der hin-reichende Grund der Möglichkeit des Dinges, der Dinge näm-lich, die zu eristiren anfangen können, nicht auch der hinreichendeGrund der Existenz.

2. Existenz ist die vollständige Bestimmtheit desDinges, d. i. die vollständige Bestimmtheit ist wenigstens ein we-sentliches Attribut eines jeden eristirenden Dinges, alsoein wesentliches Attribut der Existenz.

Denn jedes eristirende Ding, daher auch mehrere neben einan-der eristirende Dinge, müssen nothwendig in jedem Zeitpunkte ihresDaseyns von allen widersprechenden Bestimmungen entweder diepositive oder die negative Bestimmung haben. Die Unbestimmtheiteines eristirenden Dinges ist weder subjektiv, noch objektiv denkbar.Wenn ich ein logisches Ding, z. B. den Begriff Dreieck, noch nichtals in jeder Hinsicht bestimmt denke, sondern nur im Allgemeinen;so kann es sowohl die eine, als die andere entgegengesetzte Bestim-mung haben, ich kann sowohl ein rechtwinkliches, als ein nicht-rechtwinkliches Dreieck meinen; aber, wenn ich ein einzelnesDreieck denke, so muß ich es entweder als ein rechtwinkliches oderals ein nichtrechtwinkliches denken (Logik §. 54.), und so muß esauch, wenn irgend ein Dreieck vor mir verzeichnet steht (eristirt),objektiv entweder ei» rechtwinkliches oder ein nichtrechtwinklichesseyn; es kann nicht unbestimmt eristiren, es kann nicht von wasimmer für einer Intelligenz als unbestimmt eristirend gedacht, er-kannt werden.

Eristiren mehrere Dinge neben einander, so müssen sieauch in Rücksicht der Art ihrer Coeristenz mit einander und mitden übrigen Dingen im Raume, d. i. in Rücksicht ihrer äußernVerhältnisse, vollständig bestimmt seyn. Den» gerade in die-