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cristircn konnte: also den Grund des Apfels denkt sie in einem an-dern, unterschiedenen Wesen. So auch denkt sie den Grund deseinen Baumes in einem ihm vorhergehenden, aus dessen Kerne oderWurzel er entsprossen ist. Ueberhaupt muß die Vernunft bei jedemGewordenen den Grund desselben in einem Andern, wodurches geworden ist, suchen, so lange, bis sie zu einem Nichtgewor-denen kommt, welches den Grund seines Seyns in sich selber hat,und also durch nichts außer sich bedingt ist, welches also das Un-bedingte, Absolute ist, das durch sich selbst begründete, unbe-dingte Seyn, daS «othwendige Seyn, an dessen Stelle ein Nicht-seyn unmöglich wäre. Hingegen muß sie jedes gewordene, also vonAußen begründete, bedingte Seyn als ein zufälliges Seyn den-ke», an dessen Stelle wohl ein Nichtseyn möglich wäre. Siehe Her-mes Einleitung.
§. 7 .
Uebergang zu dem ausgedehnteren (allgemeiner«)Satze des hinreichenden Grundes (für jegliches Seyn).
Der bisher besprochene Satz vom hinreichenden Grunde beziehtsich nur auf eristirende Realitäten; aber, wie viele Realitäten,Dinge, gibt es, welche von aller zufälligen Existenz abstrahiren!Wir fragen nicht bloß nach dem Grunde der Existenz, sondern auchnach dem Grunde der Möglichkeit der Dinge, und sagen:„Warum ist dieses (;. B. das Unendliche) real möglich, warum istjenes (z. B. ein unendlicher Körper, ein unendliches Zusammenge-setzte) real unmöglich?" Es ist uns nicht bloß daran gelegen, waswirklich eristirt, zu kennen, sondern wir wollen auch wissen,was real möglich, wahrhaft möglich ist, was überhauptdas Wesen der Dinge ausmacht, abgesehen von derExistenz an einem bestimmten Orte, zu einer bestimm-te» Zeit (z. B. das Wesen der Substanz, des Veränderlichen,des Endlichen, des Vollkommenen, des Guten, des Zufälligen, derOrdnung, des Raumes, der Zeit, ohne daß wir dabei an etwashier oder dort, heute oder in einem andern Zeitpunkte Eristirendesdenken . . .). Wir müssen also den Satz vom hinreichenden Grundenoch in einem größern Umfange betrachten, in einem Umfange,worin er sich auf alles (objektiv) Mögliche und auf allesWirkliche (Eristirende) bezieht; durch die Aussprüche des Bewußt-seyns müssen wir jetzt diesen Grundsatz von allen Seiten befestigen.Dieser Grundsatz (für alles wirklich Mögliche undwirklich Eristirende, d. i. für jedes Ding, jede Realität, —sowohl die mögliche, als wirkliche Realität), d. i. der Grundsatzdes Dinges überhaupt, kann auch kurz der Grundsatz derErkennbarkeit, Dcnkbarkeit genannt werden.
§. 8 .
Grundsatz der Erkennbarkeit (Dcnkbarkeit).
Dieser Grundsatz ist: Alles, jedes Ding, jede Rca-