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begreifen, zu begreifen die Art und Weise der Schöpfung, sindleider sogar viele verwirrende, unbeilbringcnde Systeme hervorgegan-gen, z. B. die Cmanationslehre, der Pantkeismus.
§. 6 .
Verschiedenheit des hinreichenden Grundes.
Daß zu dem verschiedentlich bestimmten Seyn auch ein verschie-dentlich bestimmter Grund erfordert wird, ist klar. So wird ». beiden Eigenschaften, die als in einem bleibenden Etwas, in einerSubstanz, befindlichen beharrlichen Bestimmungen gedacht werden,ein Grund erfordert, und zwar in der Substanz. Z. B.Der Grund von der Schwere des Goldes liegt im Golde. Nur hie-durch wird die Möglichkeit des gedachten inhärirenden Seyns der Eigen-schaft, und des unzertrennlichen Zusammenseyns derselben mit derSubstanz begreiflich. i>. Bei den Zuständen aber (z. B. bei derWärme des Wassers) muß wenigstens ein Th ei lg rund in einerandern Substanz gedacht werden, als worin diese Zustände sichbefinden. Den» weil die Zustände vorübergehen, weil nach demZeugnisse früherer Wahrnehmungen nicht sie, sondern ihr Gc-gent heil in dieser Substanz waren, weil sie folglich nicht unzer-trennlich mit ihr in Verbindung gefunden werden; sv müssen sie nichtnur als geworden, sondern auch als durch eine andere Sub-stanz (zum Theite wenigstens durch diese) geworden gedacht werden.Die andere Substaitz heißt in dieser Hinsicht die bewirkende Ursache.Insofern die den Zustand tragende Substanz einen Theilgrnnd desZustandes enthält, heißt sie Mitursache. Also Ursache und (dieihr entsprechende) Wirkung sind besondere Arten des Begriffes vomGrnnde und Begründeten. — Oft müssen wir sogar eine bestimmteandere Substanz als Ursache denken, dann nämlich, wenn wir un-mittelbar vor der Wahrnehmung des Zustandes an dem Einen dieErscheinung, das Thun eines Andern wahrnehmen, und wir uns be-wußt werden, daß wir gleich nach der Wahrnehmung der Erscheinung,des Thuns des Einen (z. B. des Regens) den Zustand des An-dern (z. B. das Naßwcrden der Erde) wahrnchmen müssen, und daßwir diesen Zustand vor jener Erscheinung, vor jenem Thun des An-dern nicht wahrnebme» (nicht eristirend finden) können. Um hieraußer der Möglichkeit des gedachten Zustandes auch die Möglichkeitder ebenfalls gedachten Unabänderlichkeit der Folge desZustandes an dem Einen auf das Thun des Andern begreifen zukönnen, müssen wir die früher erscheinende, handelndeSubstanz als die Ursache des auf ihr Erscheinen, Thun, folgen-den Zustandes der andern denke». Da nun keine Ursache, kein Han-deln, keine Thätigkeit ohne ein Princip der Thätigkeit, d. i.ohne Kraft denkbar ist; so bilden wir also hier nothwendig denBegriff von Kraft. — r. Bei Substanzen müssen wir nothwcn-dig denken, daß sie einen Grund ihrer Eristenz haben, entweder insich selber, oder in einer andern Substanz. Beim Apfel z. B.denkt die Vernunft den Grund davon im Baume, der ihn trägt,der früher war, als der Apfel, und ohne den dieser Apfel nicht