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terprctcn bestimmt, wie dieses z. B. rücksichtlich der Gesetzbücherder Könige . . . die rechtmäßigen Richter sind; so hast dir dich anden gesetzlichen Ausspruch dieser Interpreten zu halten, und eskann nicht jedem Unterthanen frcigestellt werden, wie er (nachseinen Ansichten und Neigungen) die Gesetze interpretiren und be-folgen will.
* Wenn z. B. Augustin in einer Schrift den Zweck batte, die Noth-wendigkeit der Gnade zu beweisen, und sich wohl einmal in der Hitzeso ausdrückte, daß er die Freiheit aufzuheben schien; wenn er in einerandern Schrift den Zweck hatte, die Freiheit des Menschen zu ver-rbeidiqen, wobl einmal solche Ausdrücke gebrauchte, welche der Norb-wendigkcit der Gnade zuwider zu seyn scheinen: so muß man die wahreBedcurung der Worte des Augustins aus dem Zwecke, aus Paral-lelstellen . . . und aus dem ganzen Zusammenhänge entnehmen,wobei sich dann ergibt, daß er sowohl die Nothwendigkeit der Gnade,als die Freiheit des menschlichen Willens auf das Unzweideutigste lehrte.
v. Die Mittheilung der Erkenntnisse.
§. 234 .
Einthcilung.
Die Mittheilung der Erkenntnisse ist entweder nicht wechsel-seitig, wo nämlich nur Einer den Andern unterrichtet, er magnun den andern mitunter reden, antworten, fragen . . . lassen,oder allein das Wort führen; oder die Mittheilung der Erkennt-nisse ist wechselseitig, wo beide von einander zu lernen, ihreUcberzeugungcn einander mitzntheilen, und ihre widersprechendenMeinungen auszusöhnen und in Einklang zu bringen suchen. Die-ser wechselseitige Unterricht besteht also vorzüglich in Disputatio-nen. Von andern wechselseitigen Unterrichtsarten, wo z. B. derEine diese Wissenschaft dem Andern, und der Andere eine andereWissenschaft dem ersten vorträgt . . ., kann in der Logik keine Redeseyn, da ja Beide (nach einander) iu Beziehung auf Eine Wissen-schaft nicht wechselweise lehren.
1. Der nichtwechselseitige Unterricht.
§. 235 .
Einthe ilung.
1. In Beziehung auf die innere, wesentliche Form ist dieLehrmethode entweder analytisch (regressiv), oder synthe-tisch (progressiv), je nachdem man beim Unterrichte entwedervon dem Bedingten, Begründeten ausgcht und zu den Bedingun-gen, Gründen zurückschrcitet; oder von den Bedingungen, Grün-den ausgeht und zu dem Bedingten, Begründeten vorwärtsschreitet.
L. Entweder ist die Lehrmethode gelehrt (scholastisch, eso-terisch, systematisch, scientikisch, demonstrativ), woman eine Lehre in der größte» Deutlichkeit, Vollständigkeit, Gründ-lichkeit abhandelt; oder sie ist populär, wo man nur das Ge-